Begegnungen

Meine Begegnung mit dem kleinen SchmetterlingPfauenauge2.hanne

„Kleiner Schmetterling, “ fragte ich,
„was trägst du doch für schöne Farben“,
und wollte sanft über seine Flügel streichen,
denn begreifen heißt glauben.

„Nicht doch“, rief er und flatterte ganz aufgeregt,
„Du musst wissen, das ist der Staub
der Träume, der Phantasie und der Liebe.
Nur mit ihm kann ich fliegen,
und ohne ihn muss ich sterben.
Doch wenn du ihn berührst,
wirst du die Träume wecken,
der Phantasie die Farben nehmen
und Liebe in Angst und schrecken versetzten.“

„Oh, das wusste ich nicht“,
sagte ich und zog meine Hand zurück.
„Schade. Solchen Staub, den hätte ich auch gerne.“

„Hast du doch“,
sagte der Schmetterling, und öffnete seine Flügel.
Zwei grüne Augen blickten in die meinen.Pfauenauge.hanne

„Was ich auf den Flügeln trage,
trägst du in deinem Herzen.“

3 Gedanken zu “Begegnungen

  1. Das ist eine sehr schöne Geschichte, die mich zwangsläufig an meine eigene Kindheit erinnert. Da wurde mir eingetrichtert, nie einen Schmetterling an seinen Flügeln anzufassen, da er sonst danach nicht mehr fliegen kann und sterben muss. Daran habe ich mich bis heute gehalten…
    LG

    Gefällt 1 Person

    • Finde diese kleine Geschichte auch sehr schön und lehrreich! ☺
      Nur sagte mir niemand in meiner Kindheit was es mit den Flügeln der Schmetterlinge auf sich hat und machte deshalb diese Erfahrung irgendwann selbst, was nicht wirklich gut und schön war….
      Liebs Grüßle🌻

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