Zwei Denkweisen

… sorgen für Stillstand:
„Das geht nicht“
und

„Das haben wir schon immer so gemacht“
In einer Studie sperrten Wissenschaftler fünf Affen
zusammen in einen Käfig.
In der Mitte des Käfigs befand sich eine Standleiter,
auf deren oberster Sprosse Bananen lagen.

Immer dann, wenn ein Affe die Leiter hinauf kletterte,
besprühten die Wissenschaftler die anderen Affen
mit kaltem Wasser.

Nach einer Weile begannen die Affen jedes Mal,
wenn einer von ihnen versuchte auf die Leiter zu klettern,
diesen gemeinsam zu verprügeln.

Es dauerte nicht lange,
bis sich keiner der Affen mehr traute die Leiter zu erklimmen,
wie groß die Versuchung durch die Bananen auch war.

Nun ersetzten die Wissenschaftler
einen der Affen durch einen anderen.
Das erste, was dieser „neue“ Affe im Käfig tat war,
auf die Leiter zu steigen, um an die Bananen zu kommen.
Weit kam er jedoch nicht,
denn die anderen Affen schlugen ihn sofort nieder.

Nach einigen weiteren Versuchen hatte er gelernt,
dass er nicht auf die Leiter klettern darf,
auch wenn er keine Ahnung hatte weshalb.

Die Wissenschaftler ersetzten einen zweiten Affen,
welchem genau das gleiche widerfuhr.
Auch der zuvor ersetzte Affe
beteiligte sich am Verprügeln des „Neulings“.

Nach und nach
ersetzten die Wissenschaftler auch den dritten,
vierten und fünften Affen.

Somit bestand die Gruppe nun aus fünf Affen,
die jeden verprügelten,
der versuchte auf die Leiter zu klettern.
Und das, obwohl keiner von ihnen je eine kalte Dusche erhalten hatte.

Wenn man die Affen hätte fragen können,
weshalb sie sich so verhielten,
dann hätten sie vielleicht geantwortet:
„Keine Ahnung. So haben wir das schon immer gemacht!“

Klingt das vertraut?

Also fragt euch selbst und andere vielleicht einmal,
warum man viele Dinge immer auf die gleiche Art tut,
selbst wenn es eine andere Möglichkeit gibt.

24 Gedanken zu “Zwei Denkweisen

    • Denke eher, dass man immer auf Augenhöhe bleiben und dabei aber auch Erfahrungen anderer annehmen, oder zumindest überdenken sollte.
      Unterordnen empfinde ich irgendwie nicht so dolle und muss ja auch nicht sein.
      LG😉

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  1. Moin. Oh ja. Das klingt sehr vertraut ….
    Darf ich die Geschichte fortschreiben?
    Das Verhalten der Tiere kann sich auch vererben. Selbst die Nachkommen der Affen würden …, weil ihre Eltern es auch so gemacht haben – ohne zu wissen warum.
    Auf die Spur dieses Phänomens sind Wissenschaftler im Nationalpark Bayerischen Wald (Deutschland) bzw. Böhmerwald (Tschechien) an der „Grünen Grenze“ gekommen: Rotwild gibt es auf beiden Seiten der Grenze. Aber weil die Tiere über viele Jahrzehnte die Grenze wegen des „Eisernen Zauns“ nicht überwinden konnten, haben sie irgendwann aufgehört es zu versuchen. Nun gibt es den Zaun seit fast 30 Jahren nicht mehr, aber selbst die Nachkommen der Nachkommen bleiben grundsätzlich in ihrem Gebiet und wandern nicht über die Grenze, so wie sie es vor dem sog. „Mauerbau“ getan haben.
    Das habe ich aus einem Artikel über Epigenetik. Das ist aber schon ein paar Jahre her … und wer weiß, vielleicht gibt es ja heute wieder Grenzgänger – und wenn ein Hirsch erst einmal anfängt, dann folgen vielleicht auch die anderen.

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Hanne,

    manchmal muss man eben auch Dinge so tun, was sich besser anfühlt, sonst immer gleich gemacht hat. Querdenker, Fantasten, Visionäre haben die Welt nach vorne gebracht, nicht die, die sich angepasst haben und den Weg des geringsten Widerstands gegangen sind.
    Die Geschichte mit den Affen finde ich sehr interessant und die Fortschreibung mit den Rehen auch. Die haben auch noch diese Mauer im Kopf…

    Liebe Grüsse
    Thomas

    Gefällt 1 Person

    • Genau so ist es lieber Thomas.
      Heißt ja auch so schön, „Leben ist Veränderung“, das heißt auch Weiterentwicklung….. und immer nur das zu machen, was man immer schon so machte kann einfach nicht gut und richtig sein denke ich.
      Der Vergleich bzw die Studien sind wirklich gut und so manche Mauern bleiben zumindest in Köpfen und auch Herzen ewig bestehen….. manchmal auch um sich zu schützen.
      Liebe Grüße auch an dich🌞🍀

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      • Ja manchmal sind die Mauern da, um sich zu schützen, manchmal aber auch, weil man es selbst so will und nicht mutig genug ist, diese einzureißen…
        hab einen schönen Abend
        Liebe Grüsse
        Thomas

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  3. Die Geschichte habe ich schon mal irgendwo gelesen und auch heute macht sie mich nachdenklich – ich habe auch schon oft gesagt – gerade auf der Arbeit – das wird schon immer so gemacht – Am Anfang versucht man es echt noch zu ändern, wenn es einem sinnlos vorkommt – aber dann – ach egal – soll sich doch ein anderer um die Änderung kümmern – so ist das…..
    Liebe Grüsse

    Gefällt 1 Person

    • Ist auch ein sehr interessantes Experiment, das immer wieder irgendwo im Netz zu lesen ist.
      Gerade am Arbeitsplatz zeigt es sich oftmals am deutlichsten, wie teils fast schon monoton manche Arbeiten verrichtet werden, ohne sich auch nur mal kurz zu überlegen wie oder was dabei verbessert werden könnte.
      Mein Töchterchen arbeitet als Mechatronikerin fast nur mit Männern an hochwertigen medizinischen Geräten ……und als kleine Revoluzerin mit vielen neuen Ideen für Verbesserungen ist es für sie manchmal fast zum klirre werden, wie ihre Kollegen sich allen, noch so widersprüchlichen Vorgaben fast schon unterwerfend, ihre Arbeiten verrichten.🙈🙉🙊
      Liebe Grüße auch an dich🌞🍀

      Gefällt 1 Person

      • Ja – das kann ich mir gut vorstellen – ich bin ja im Paketdienst – und das war lange auch Männerdominiert – da ich aber in der Nachtschicht tätig bin sind jetzt viele Frauen dort, da sich das gut mit den Kindern vereinbaren lässt – und die Männer hatten da schon so ihre Schwierigkeiten uns zu akzeptieren – Bei deiner Tochter dann auch noch eine junge Frau, die auf einmal alles „besser“ weiss – das geht gar nicht…

        Liebe Grüsse

        Gefällt 1 Person

    • Gerade weil sie so jung und dynamisch ist, wird sie zumindest nicht nur von den Kollegen sehr Wert geschätzt, was ihr sogar noch zusätzlich einen Vertrauensposten einbrachte ….ist wohl einfach nur der fehlende Mut für Veränderungen und vielleicht auch Trägheit dafür, was aber auch völlig unsinnig ist und nerven kann.😉
      Liebs Grüßle🍀

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  4. Einer meiner Lieblingstexte. Man ertappt sich oft selbst dabei, wie man diese unsichtbaren Grenzen als Real betrachtet. Irgendwie hat sich dieses „Unfrei-Gefühl“ in den letzten Jahren verstärkt, vielleicht ist das auch aber auch nur meine eigene Wahrnehmung.

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  5. Oft ist es gut über Althergebrachtes und Tratitionen nachzudenken. Selbst zu denken und nicht denken lassen.
    leider hat man es da nicht immer leicht, den die anderen wollen das nicht, dass da einer aus der Reihe tanzt. – Aber trotzdem!!!

    Gefällt 1 Person

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