die gute alte Zeit

verdankt ihr Dasein unserem schlechten Gedächtnis.
(Anatole France)
Und um das Gedächtnis diesbezüglich etwas „aufzufrischen“
besuchten wir letzte Woche, auf dem Nachhauseweg vom Baumwipfelpfad im Steigerwald,
auch noch ein sehr schönes Freilichtmuseum.
Das Kirchenburgmuseum im fränkischen Mönchsondheim bei Iphofen,
ist ein Freilichtmuseum im Südosten des Landkreises Kitzingen im Steigerwaldvorland.

Neben der Kirchenburg samt Pfarrkirche

laden unter anderem das 1557 erbaute Rathaus mit Gemeindebäckerei und Posthilfsstelle

die Dorfschule von 1927

sowie weitere kleine Nebengebäude
zu einem spannenden Spaziergang durch 500 Jahre Kulturgeschichte ein.

»Es war einmal« – wie es im Märchen heißt –
Wie hoffnungsfreudig das die Jugend preist!
Und wie macht es dem Alter Wehmuthsqual,
Das unerbittliche »Es war einmal!«
Albert Roderich (1846 – 1938), deutscher Dichter und Aphoristiker

51 Gedanken zu “die gute alte Zeit

  1. Hallo Hanne,
    danke für’s Mitnehmen in dieses schöne und interessante Museum. Das habe ich viele Dinge erkannt, die ich noch aus eigener Erfahrung kenne. Auf der Schultafel steht noch der Text in Sütterlinschrift. Und das Klassenzimmer – fast wie unseres damals. Da werden Erinnerungen wach.
    Liebe Grüße, Harald

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    • Hallo Harald,
      Hab dich doch immer sehr gerne hier dabei und danke auch an dich fürs begleiten!
      Diese Sütterlinschrift mussten wir früher im „Schönschriftheft“ mit Tuschefeder üben und war für mich schon sehr interessant, weil meine Mutter teils noch so schrieb.
      Ist schon irgendwie fast wie ein kleines Abenteuer wieder in diesen engen Bänken mit integriertem Tintenfass zu sitzen und nur gut, dass wie diese Zeit längst hinter uns haben, gelle. 😉
      Liebe Grüße auch an dich.

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      • Naja, manchmal hatte ich aber auch ziemlich Schiss vor einem meiner Lehrer, weil er noch mit Rohrstock-Schlägen auf die Hände bestrafte, wenn man zum Beispiel ein Gedicht nicht komplett auswendig aufsagen konnte und das tat dann ziemlich weh.
        Aber stimmt schon, dass heutzutage manchmal eher die Lehrer Schiss vor den Kindern und vor allem auch deren Eltern haben müssen als umgekehrt, was auch ziemlich schlimm und alles andere als okay ist!

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      • Diesen von uns gefürchteten Rohrstock benutzte auch nur ein Lehrer, dem dafür dann als kleine Rache immer wieder die Luft aus den Reifen seines Fahrrades gelassen wurde. Aber die Schiefertafel hatte auch ich noch in den ersten beiden Schuljahren und war nicht so dolle, wenn die Hausaufgaben darauf dann durch den Transport in der Büchertasche bissl verwischt waren.

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    • Dieses hier im Blog suchten wir unterwegs auf der Heimfahrt auf, weil paar Tage vorher darüber etwas in der Zeitung stand und wir wurden auch nicht enttäuscht.
      Aber nicht weit von uns, in Bad Windsheim gibt es auch noch ein sehr schönes Freilichtmuseum, das immer wieder ganz tolle Aktionen auch zum mitmachen aus alter Zeit anbietet und ich es nicht nur deshalb immer wieder mal sehr gerne besuche.
      Liebe Grüße auch an dich!

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  2. Guten Abend liebe Hanne, wie gut dass es solche Freilichtmuseen gibt, die alte Zeiten erhalten und daran erinnern, wie das Leben früher war ! Ich mag solche Zeitreisen sehr – vielen Dank wieder einmal für’s Mitnehmen und Zeigen ! Einen sturmarmen Freitag wünsche ich Dir und ganz liebe Grüße, Birthe 🙂

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    • Guten Morgen liebe Birthe, finde es auch klasse, dass es solche Freiluftmuseen zur Veranschaulichung des Lebens in alter Zeit gibt und ich „wandle“ auch immer sehr gerne durch solche sehr alte Zeiten, weshalb ich ja auch ein großes Faible für Burgen und Ruinen hab.
      Hab dich doch immer sehr gerne hier dabei und danke auch an dich fürs begleiten!
      Gestern war es zwar auch bei uns ziemlich stürmisch, aber heute scheint dafür die Sonne und die frische Luft dazu tut richtig gut.
      Dankeschön und ganz liebe Grüße auch an dich 🤗

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  3. Sehr schön ist das Freilichtmuseum, wie deine interessanten Bilder zeigen.
    Bin ganz froh, dass ich in der heutigen Zeit lebe.
    Kann mich noch gut an das Rubbelbrett erinnern auf dem ich Socken sauberrubbeln musste als Kind.
    Liebe Grüße, ich wünsche dir einen guten neuen Tag.
    Brigitte

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    • Dieses Freilichtmuseum ist zwar relativ klein, aber sehr fein und zumindest einige der vielen dort gemachten Fotos wollte ich hier mit meinen Besuchern teilen.
      Auch ich möchte ganz bestimmt nicht in dieser vergangenen Zeit leben und genieße jeden Tag in der Gegenwart.
      Meine Mutter hatte auch noch so ein Rubbelbrett zum darauf vorbereiten der Schutzwäsche, um sie dann in einem großen Waschzuber über dem Feuer sauber zu kochen. Was heutzutage ein kleiner Alptraum für mich wäre.
      Aber meine Eltern leisteten sich dann relativ schnell eine Waschmaschine und sogar eine Schleuder, was bei unserer großen Kinderzahl auch sehr hilfreich war.
      Dankeschön und liebe Grüße auch an dich.

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  4. „Die gute alte Zeit“
    Wenn ich daran denke, fällt mir immer unser große Kachelofen ein. Er wurde mit Kohlen beheizt was viel Arbeit bedeutete. Aber wenn er im Winter „bollerte“ passierte das, was man heute oft schmerzlich vermisst: die gemeinsame Zeit. Man saß im Zimmer wo der Ofen seine wohlige Wärme verbreitete, es wurde gehandarbeitet, gebastelt und sich unterhalten.Manchmal las einer vor oder im Radio lief ein Hörspiel. An manchen Abenden gab es Bratäpfel direkt aus der Ofenröhre Die Familie war beisammen und das schuf Geborgenheit.
    Heute verzieht sich jeder in sein Zimmer, überall ist Zentralheizung, Unterhaltungsmedien in fast jedem Raum, jeder macht „sein Ding“.

    Danke für die wunderschöne Zeitreise.
    Liebe Grüße
    Rika

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    • Richtig schön und tut gut zu lesen, dass du auf so eine schöne Zeit in harmonischem miteinander deiner Kindheit zurückblicken kannst.
      Bei uns stand leider nur ein kleiner schwarzer Kohleofen im zu kleinen Wohnzimmer, der irgendwann später durch einen etwas größeren Ölofen ersetzt wurde und die gemeinsame Zeit war bei uns zwar auch sehr schön, weil wir aber eine kinderreiche Familie waren, auch meistens etwas turbulent.
      Essen, Hausaufgaben, Basteln usw spielte sich immer am großen Küchentisch im Wohnzimmer ab und ansonsten verbrachten wir unsere Kindheit hauptsächlich draußen an der frischen Luft, was so ziemlich das einzige ist, worum mich die heutige Jugend beneiden könnte.
      Alles was du hier so wunderschön beschreibst, holte ich aber inzwischen samt Kachelofen sowie allem was so wichtig für eine schöne Kindheit ist, mit meiner eigenen kleinen Familie nach und denke deshalb trotz allem sehr gerne mit einem Lächeln an meine Kindheit zurück.

      Sehr gerne habe ich dich hier wieder dabei und danke auch an dich fürs begleiten!
      Liebe Grüße auch an dich.

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      • Wir waren einige Kinder mehr und geordnet sowie pickobello sauber war bei uns auch alles, obwohl meine Eltern beide im Schichtwechsel arbeiten, Geld zum Leben verdienen mussten und unsere Wohnung mit winziger Küche extrem klein war. Heutzutage würde das wohl niemand mehr so akzeptieren und trotzdem alles gut hinbekommen, wie unsere Eltern zur damaligen Zeit und Umständen… 😉

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      • O ja, das kommt mir bekannt vor. Bei uns war auch immer alle top-sauber, sogar draußen in den Grünanlagen. Dafür sorgte meine Mutter indem sie uns mit der Kohlenzange raus schickte, damit wir den Unrat vom Rasen räumten. Es sollte nicht heißen, dass es „da wo die vielen Kinder wohnen“ unordentlich aussah. Meine Mutter war immer zuhause, mein Vater war Lademeister im Hafen.
        Ja, es war klein und manchmal auch eng, aber trotz allem immer gemütlich. 😊

        Schönes Wochenende wünsche ich Dir!
        LG Rika

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  5. Liebe Hanne,
    da hast du uns auf einen sehr schoenen Ausflug mitgenommen!
    Wie schnell doch die Zeit vergeht – sooo lange ist das alles noch gar nicht her!
    An die Suetterlinschrift – die „deutsche Schrift“, wie das damals bei uns geheissen hat – kann ich mich auch noch erinnern und wir haben sie auch noch lernen muessen.
    Zur Not kann ich heute davon noch ein bisschen was entziffern und ich habe mir fest vorgenommen, sie wieder zu ueben!
    Liebe Gruesse
    Christa

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    • Liebe Christa,
      für mich war dieser kleine Ausflug auch wieder wirklich schön!
      Je älter man wird, desto schneller rast die Zeit an einem vorbei hab ich oftmals das Gefühl.
      Bei uns hieß diese Sütterlinschrift auch „deutsche Schrift“ und gehörte bei uns zum Schönschreibunterricht. In dem wir solche Schrift-Übungen mit der Tuschefeder im Schönschreibheft machen mussten und mir dann so mancher Tuscheklecks die ganze Arbeit wieder zerstörte.
      Meine Mutter schrieb hauptsächlich in Sütterlinschrift gemischt mit lateinischer Schrift und so konnte ich wenigstens den Einkaufszettel immer gut entziffern, was ich inzwischen aber auch nicht mehr ganz so gut und flüssig hinbekomme.
      Dankeschön und liebe Grüße auch an dich.

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    • Liebe Hedwig, vielleicht gibt es so etwas ja auch in eurer Gegend oder zuindest nicht all zu weit weg und wäre wirklich schön.
      Denn solche kleinen „begreufbaren“ Ausflüge in die Vergangenheit sind zwischendurch immer sehr gut, um auch unsere Zeit wieder mehr schätzen zu können, denke ich.
      Von diesen Handwerksbetrieben machte ich noch viel mehr Fotos, weil auch ich es sehr interessant finde, mit welchen Möglichkeiten und Mitteln unter den damaligen Umständen die schönsten und tollsten Dinge hergestellt wurden.
      Hab dich immer sehr gerne hier dabei und danke auch an dich fürs begleiten!
      Liebe Grüße auch an dich.

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    • Auch für mich ist es immer wieder ein kleines Highlight so eine kleine „begreifbare“ Reise in einem der vielen Freiluftmuseen durch die Vergangenheit zu machen und unser Freiluftmuseum in Bad Windsheim bietet ja immer ganz tolle Attraktionen, teils auch zum Mitmachen an.
      Sehr gerne, lieber Roland und danke auch für deine Begleitung hier im Blog!
      Ganz liebe Grüße auch von mir zu dir.

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    • Diese Museen sind schon sehr interessant und teils auch wichtig zu sehen, wie gut wir es eigentlich inzwischen haben.
      Die Wohnung des Bürgermeister dort war ja noch richtig edel und hochwertig eingerichtet, was man von anderen Unterkünften in solchen Museen nicht sagen kann.
      Solche Klassenzimmern waren auch in den Schulen meiner Kindheit und war gar nicht so schlimm, wir vermissten damals auch absolut nichts… Aber stell dir heutzutage mal ein Klassenzimmer ohne PC oder Laptop vor. 😉
      Alles eben zu seiner Zeit und entsprechend der Entwicklung!

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      • ja stimmt ! Ich kann mir mein Klassenzimmer in der 1.Klasse nicht mehr vorstellen aber ein paar Jahre später schon. Da waren die Holztische schon verschwunden. Was ich aber noch weiß, es gab damals „Tatzen“ auf die Finger mit einem Bambusstock. Da ich selbst schon welche bekommen habe, weiß ich das noch !
        Man vermisst eben nichts was man ja eh nicht kennt. Vermissen tut man eher was, was man hatte aber heute nicht mehr hat warum auch immer.
        Klar müssen die Schulen heute komplett anderes ausgestattet sein anders würde es ja nicht funktionieren. Ich denke aber auch, dass wenn heute die Kinder schon vor dem Bildschirm sitzen und dann in ihrem über 40ig jährigen Berufsleben und in der Freizeit dann kann das nicht gut gehen. Die Krankheiten z. B. für die Augen die kommen erst noch zum Vorschein !
        Schönes Wochenende

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    • Sehr gerne, liebe Traudl und ich danke dir für deine nette Begleitung hier!
      So Museen haben schon etwas sehr schönes und es macht mir auch immer wieder Spaß auf den Spuren der alten Zeit zu wandeln, sich in deren Lebensweisen unter den damaligen Umständen hineinzudenken…
      Liebe Grüße auch an dich.

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