die Adventszeit

ist eine Zeit, in der man Zeit hat, darüber nachzudenken,
wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen.
(Gudrun Kropp)
Kurze Tage und die langen Nächte in der Adventszeit
machen diese Zeit zu etwas Besonderem.
Die vielen Lichter, ein kleiner Ersatz für das wenige Leuchten des Himmels.
Eine Zeit der Sehnsüchte und Hoffnungen, die den Weg weisen können 
und auch Begeisterung, die wieder mehr an Bedeutung gewinnt,
weil in ihr die Liebe wohnt.
Was kann es Schöneres geben,
als den Zauber dieser Zeit zu genießen.

Miteinander ღ

Entscheidend im Leben und auch für die Zukunft ist,
wie wir menschlich miteinander umgehen.
Es war nur ein sonniges Lächeln.
Es war nur ein freundliches Wort.
Doch scheuchte es lastende Wolken
und schwere Gedanken fort.

Es war nur ein warmes Grüßen,
der tröstende Druck einer Hand.
Doch schien’s wie die leuchtende Brücke,
die Himmel und Erde verband.

Ein Lächeln kann Schmerzen lindern.
Ein Wort kann von Sorgen befrei’n,
ein Händedruck Sünde verhindern
und Liebe und Glauben erneur’n.

Es kostet dich wenig, zu geben;
Wort, Lächeln und helfende Hand.
doch arm und kalt ist das Leben,
wenn keiner solch Trösten empfand…
(Monika Hunnius)

Zauber der Vorweihnachtszeit


Die Poststelle Himmelstadt wurde im Jahr 1986 offiziell zum „Weihnachtspostamt“ ernannt. Zu diesem Zeitpunkt erhielten die Mitarbeiter dort etwa 3.500 Briefe. Und jedes Jahr werden es mehr.  Vom Postamt Würzburg wird sogar eine Zusatzkraft zum Stempeln der Weihnachtspost eingesetzt wurden. 36 ehrenamtliche Helfer haben dies möglich gemacht. 2015 gingen rund 81.000 Briefe in Himmelstadt ein, davon tausende aus dem Ausland, die in zwölf Fremdsprachen beantwortet wurden. 36 ehrenamtliche Helfer haben dies möglich gemacht.

Wenn alles im Glanz der Lichter steht,

die Herzen sich in Liebe öffnen –
beginnt der Zauber der Vorweihnachtszeit.

Habt alle eine schöne, besinnliche, aber auch fröhliche Zeit im Advent

Der bessere Weg

Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war,
fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran sie zu untersuchen.
Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück
und der Junge versuchte vergebens sie mit einem Stöckchen herauszuholen.
Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen.
„Das ist falsch“, sagte er, „komm‘ ich zeig‘ dir wie man das macht.“
Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen.
In wenigen Minuten wurde das Tier warm,
steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.
„Menschen sind manchmal wie Schildkröten“, sagte der Mann.
„Versuche niemals jemanden zu zwingen.
Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können.“

gönnen können …

Gönnte mir nicht nur heute wieder viel erholsame Zeit
unterwegs in der schönen herbstlichen Natur 🙂
„Freund in der Not“ will nicht viel heißen
hilfreich möchte sich mancher erweisen.
Aber die neidlos ein Glück dir gönnen,
die darfst du wahrlich Freunde nennen.
(Paul Heyse)
Seit die Menschen sprechen können
und sich diesen Luxus gönnen,
fällt dabei schon ins Gewicht,
dass man denkt bevor man spricht.
Man hat dafür gewisse Zellen,
die sich zur Verfügung stellen.
Bei manchen Menschen wohlverstanden
sind diese leider nicht vorhanden!
Von Xian, Quelle: Sprucharchiv
… Kaffee und Kuchen gehört natürlich dazu! 😀
Denen die mich kennen, gebe Gott was sie mir gönnen! 

das Schicksal

geht mit uns wie mit Pflanzen um:
es macht uns durch kurze Fröste reifer.
(Jean Paul)
Das größte Lebenshindernis ist die Erwartung:
Abhängig vom Morgen, verliert sie das Heute.
Über das, was in der Hand des Schicksals liegt, verfügst du,
doch das, was in deiner Hand liegt,
lässt du dir entgehen.
Wonach hältst du Ausschau?
Wonach streckst du dich?
Alles Künftige ist ungewiss:
… Lebe jetzt gleich …
(Seneca)

Diesen bereits gestern veröffentlichten Beitrag musste ich leider wieder löschen und neu einsetzen, weil er laut Hinweis wieder nicht im Reader angezeigt wurde.

das Alter

ist wie die Woge im Meer.
Wer sich von ihr tragen lässt, treibt obenauf.
Wer sich dagegen aufbäumt, geht unter.
(Gertrud von Le Fort)
Diese kleine Geschichte fand ich im Netz und sie berührt mich sehr …

Ein Taxifahrer aus NYC schrieb:
Als ich an der gewünschten Adresse ankam, hupte ich.
Nachdem ich ein paar Minuten gewartet hatte, hupte ich nochmal.
Dies war die letzte Fahrt meiner Schicht, deswegen überlegte ich mir einfach weg zu fahren, aber stattdessen parkte ich das Auto und ging zur Tür und klopfte… „Moment“, antwortete eine brüchige, ältere Stimme.
Ich konnte hören, wie etwas über den Boden geschliffen wurde.
Nach einer langen Pause öffnete sich die Tür.
Eine kleine Frau in ihren 90ern stand mir gegenüber.
Sie trug ein bedrucktes Kleid und einen Hut mit einem Schleier, der aussah als stamme er aus einem Film aus der 40ern. Neben ihr war ein kleiner Koffer.
Die Wohnung sah aus als wenn dort niemand seit Jahren wohnen würde.
Alle Möbel waren mit Laken bedeckt.
Es gab keine Uhren an den Wänden, kein Schnickschnack
oder Utensilien auf den Schränken.

In der Ecke war ein Karton, der gefüllt mit Fotos und Glasdekoration war.
„Würden sie meine Tasche zum Auto tragen?“ fragte sie.
Ich nahm ihren Koffer mit zum Taxi und drehe um, um der Frau zu helfen.
Sie nahm mich beim Arm und wir gingen langsam den Bordstein entlang.
Sie hörte nicht auf sich bei mir für meine Freundlichkeit zu bedanken.
„Das ist doch selbstverständlich“, sagte ich ihr.
„Ich versuche nur meine Fahrgäste so zu behandeln, wie ich möchte,
dass meine Mutter behandelt wird.“

„Oh, Sie sind so ein guter Junge“, sagte sie.
Als wir beim Taxi ankamen, gab sie mir die Adresse und fragte:
„Können wir durch die Innenstadt fahren?“
„Das ist aber nicht der kürzeste Weg“, antwortete ich rasch.
Ich guckte in den Rückspiegel. Ihre Augen glänzten.
„Ich habe keine Familie mehr“, mit einer sanften Stimme sprach sie weiter.
„Der Arzt sagt, dass ich nicht mehr lange habe …“
Leise führte ich meine Hand zum Zähler und schaltete ihn aus.
„Welche Strecke möchten Sie fahren?“, fragte ich.
Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir durch die Stadt. Sie zeigt mir das Gebäude, wo sie mal als Aufzugführerin gearbeitet hat.
Wir fuhren durch die Nachbarschaft, in der sie und ihr Mann lebten als sie frisch verheiratet waren. Sie ließ mich vor einem Möbelgeschäft anhalten, welches früher mal ein Tanzsaal war zu dem sie tanzen ging als sie eine junge Frau war.
Manchmal, als wir an bestimmten Gebäuden oder sogar Straßenecken vorbei fuhren, fragte sie mich langsamer zu fahren.
Sie saß nur da und starrte in die Dunkelheit und sagte nichts.
Als die ersten Sonnenstrahlen zu sehen waren, sagt sie plötzlich:
„Ich bin müde. Lassen sie uns jetzt fahren.“
In Stille gehüllt führen wir zu der Adresse, die sie mir gegeben hatte.
Es war ein flaches Gebäude, wie eine kleine Kuranstalt mit einer kleinen Einfahrt umrahmt von Säulen.
Zwei Pfleger kamen zum Taxi, sowie wir anhielten.
Sie waren besorgt und achteten auf jede ihrer Bewegungen.
Sie mussten sie erwartet haben.

Ich öffnete den Kofferraum und trug ihren kleinen Koffer zur Tür.
Die Frau wurde schon in einen Rollstuhl gesetzt.
„Wie viel bekommen Sie von mir?“, fragt sie als sie in ihre Handtasche griff.
„Nichts“, antwortete ich.
„Sie brauchen doch einen Lebensunterhalt“, sagte sie.
„Es gibt andere Fahrgäste“, entgegnete ich.
Fast ohne darüber nachzudenken, beugte ich mich hinunter und umarmte sie.
Sie hielt mich fest.

„Sie haben einer alten Frau einen kleinen Moment des Glücks gegeben,“ sagte sie. „Dankeschön.“
Ich drückte ihre Hand und ging in die Morgendämmerung…
Hinter mir schloss sich eine Tür. Es war das Geräusch eines sich schließenden Lebens…
Ich holte während dieser Schicht keine weiteren Fahrgäste ab.
Ich fuhr ziellos in der Gegend rum.

Für den Rest des Tages konnte ich kaum sprechen.
Was wäre, wenn diese Frau einen unfreundlichen oder ungeduldigen Fahrer, der nur auf das Ende seiner Schicht wartet, erwischt hätte?
Was wäre, wenn ich nicht zur Tür gegangen wäre oder nur einmal gehupt hätte und dann weggefahren wäre?
Auf einen kurzen Rückblick denke ich nicht,
dass ich nie etwas Wichtigeres in meinem Leben getan habe.

Wir sind alle in dem Glauben,
dass unsere Leben umgeben von schönen Momenten sind.

Aber schöne Momente fangen uns unwissend – wunderschön verpackt in etwas, das andere als klein oder nichts betrachten.
(Autor leider unbekannt)