Unwissenheit

ist der schlimmste Fehler und
wenn jeder Fehler angemerkt wird, hört jeder Umgang auf.
Sagt ein altes Sprichwort
Verleser sowie auch Vertipper
machen oft mehr Spaß als das Original.
Zum Beispiel mogelt sich gerne der „Schweinwerfer“ in Texte
und muss dann doch dem Scheinwerfer weichen.
Jedoch auch an sich korrekt geschriebene Worte
geben manchmal Rätsel auf.
Vor allem wenn unser Gehirn das Wort geistig anders betont.
Zu welcher Rasse gehören wohl die „Blumento-Pferde“?
die sich kurz darauf in Blumentopferde verwandeln.
Auch beliebt ist der „Urin stinkt“.
Wobei man erstmal irritiert vom Gedruckten aufschaut,
um dann zu erkennen, dass der Urinstinkt gemeint ist.
Und wer einmal Goethes Prometheus-Gedichtanfang als
„Bedecke deinen Himmel, Ze Us“ interpretiert gehört hat,
wird Zeus fortan wahrscheinlich immer so lesen.
Gleich danach kommt dann auch das bekannte Drama
von Friedrich Schiller „Krawalle der Liebe“.
Was auch sonst sollen Kabale bitteschön sein? 😉

einfach wieder Danke !

Gefährlich kann es werden, im so großen World Wide Web
wo nicht alles ist auch immer wirklich nur gut oder nett.
Für manche bist du einfach nur ein kurzer netter Klick,
ein falsches Wort zur falschen Zeit und du bist weg,
ist dann mitunter wortlos nunmal dein Geschick.
Wirst somit nicht wirklich als Mensch gesehen,
in der eigentlich so schönen virtuellen Welt
wenn genug Lob, schöne Worte fehlen
und nur noch das eigene Ego zählt.

Freunde sind diejenigen die bleiben, wenn andere gehen –
nur so kann und sollte man das dann auch verstehen.
Surfen und bloggen, jede Menge Tabs offen
bei ewiger Suche, auf Inspiration hoffen
das Chaos wird dabei dann fast perfekt,
wenn speichern vergessen und alles ist weg.

Bist am überlegen, was mache ich jetzt bloß
anstatt lang zu suchen, Fantasie benutzend
kommt wie aus dem Nichts der Denkanstoß.
Nun bist du am grübeln, am tifteln und basteln
Fotos bearbeiten, die du hast noch im Kasten
um mit viel Freude einen Beitrag zu kreieren
ihn gerne zu teilen, mit deinen vielen Lesern.

Nichts ist beständig und schon gar nicht im Netz.
Umso mehr weiß ich deshalb zu schätzen,
auf wirklich nette Blogbegleiter setzend,
wie es hier bei mir ist und im Jetzt.
dass es Euch gibt

wenn ich alt bin

möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.
Ein sehr schöner Vorsatz !

Was möchte ein jeder werden, aber nicht sein? Na klar, Alt!
Wobei alt sein ja noch okay wäre, aber auch alt aussehen … Nö !
Faltenfrei altern, genau das wär’s und angeblich geht das sogar,
was uns zumindest die Werbung weiszumachen versucht.
Da werden wundersame Cremes und Öle angepriesen.
Oder wie wäre es mit Botox, was heutzutage ja keine große Sache mehr ist?
Die Mimik wird oftmals völlig überbewertet.
Wenn man den Mund nicht mehr verziehen kann,
funktioniert ja zumindest noch Kopfschütteln.
Aber warum werden die armen Falten überhaupt so sehr gemobbt?
Selbst der Parkautomat im Parkhaus
wollte schon mal den Fünf-Euro-Schein nicht annehmen,
weil er ihm zu verknittert war.
Gegen diesen Jugendwahn sollte etwas unternommen,
oder zumindest hier nun mal geschrieben werden. 😉
Oder einfach mal abwarten was noch kommt…
denn Grau als Haarfarbe ist inzwischen ja sogar bei jungen Menschen modern.
Vielleicht sind ja bald auch Falten voll im Trend.
Was für die Werbung dann eine entsprechende Umstellung erfordert, wie:
„Faltenreich in 30 Tagen“, oder „Style dich wie Inge Meisel“.
Seien wir entspannt, beziehungsweise ganz entspannt.
Nehmen wir uns ein gutes Beispiel am Leinen und knittern edel.

Zuhause …

ist es ja auch sehr schön und gleich am nächsten Tag der Rückkehr
inspizierte ich mit Freude noch Blühendes im Garten 🙂
Dieser Ort sei dem ehrenwerten Vergnügen gewidmet,
das Auge zu erfreuen, die Nase zu erfrischen und den Geist zu erneuern.
(Erasmus von Rotterdam)
Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen,
von denen man alles erhalten kann, wenn man sie nach ihrer Art behandelt.
Ein ruhiger Blick, eine stille Konsequenz in jeder Jahreszeit,
in jeder Stunde das ganz Gehörige zu tun,
wird vielleicht von niemand mehr als vom Gärtner verlangt.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Wenn Dich jemand mit Steinen bewirft, musst Du mit Rosen zurückwerfen.
Aber vergiss die Vase nicht. 😀

Ernst gemeintes …

bildlich in feinem Humor verpackt. 
Wenn du einst in deinem Leben
fest auf einen Menschen baust,
geh’ mit Vorsicht ihm entgegen,
eh du dich ihm anvertraust!
Schau ihm lang und fest in die Augen,
ob auch offen ist sein Blick,
denn des Menschen Worte trügen,
doch das Auge kann es nicht!
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
(Konrad Adenauer)

Wasser, Mauern, Hindernisse.
Was für den einen unüberwindbar scheint, durchschreitet der andere fast mühelos.
Alles eine Frage der Perspektive. 😉

Ein Besuch im Zoo

In unserer Nähe, der Tiergarten in Nürnberg,
ist für mich immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis.
Weltweit gibt es 1800 zoologische Gärten.
Sie werden jährlich von 619 Millionen Menschen besucht.
Eine Million Wirbeltiere werden in den Zoos gehalten;
sie gehören 7000 Tierarten an, davon 30 Tierarten,
die in der Wildnis bereits ausgestorben sind,
wie z.B. der kalifornische Kondor.
(Unbekannt)
Die Humboldtpinguine sind die seltenste Pinguinart.
Die Augen eines Tieres sagen mehr aus, als ein menschlicher Mund es je könnte.
Natürlich ist der Mensch der König aller Tiere,
denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige.
(Leonardo da Vinci)

ohne viele Worte …

weil zu krass für mich ! 😯
Gestern waren es bei uns noch über 36 Grad im Schatten
und ich fotografierte bei strahlendem Sonnenschein
meine schönsten Rosen.
Heute fotografierte ich beim Einkaufen in einem Discounter,
was mir erst einmal die Sprache verschlug …
Na klar, in vier Monaten ist ja schon wieder Weihnachten !
Traurig aber offensichtlich leider wahr :

Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee,
dass man Glück kaufen kann,
wie man alles kaufen kann.
Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas,
dann kann es einen auch nicht glücklich machen.
(Erich Fromm)

Argumentation ist alles

Morgens früh war der Mann schon mit seinem Boot zum Angeln rausgefahren,
aber kein Fisch biss an.
Er kam zurück, ließ aber für einen späteren Angeltrip alle Ausrüstung im Boot liegen.
Dann nehme ich mal das Boot, dachte sich seine Frau, fahre ein Stück vom Ufer weg und kann dort schön in Ruhe mein Buch lesen.
Sie warf den Anker raus und nahm ihr Buch zur Hand.
Kommt ein Mann der Fischereiaufsicht mit seinem Boot längsseits,
begrüßt sie und fragt, was sie da macht.
„Ich lese ein Buch“, antwortet sie.
„Sie befinden sich aber in einem genehmigungspflichtigen Angelgebiet“,
sagt der Beamte.

„Es tut mir leid,“ sagt sie „Ich angle aber nicht, ich lese!“
Nach einem Blick in ihr Boot sagt er:
„Sie haben aber die vollständige Ausrüstung für’s Angeln dabei
und könnten somit sofort damit beginnen.
Darum muss ich sie mitnehmen und eine Anzeige schreiben.“
„Wenn sie das tun, „sagte die Frau, „zeige ich sie an wegen sexueller
Belästigung!“
„Aber ich habe sie doch noch nicht mal berührt“, entrüstete sich der Beamte.
„Das ist wahr“, sagte die Frau.
„Aber sie haben die vollständige Ausrüstung dafür dabei
und könnten somit sofort damit beginnen!“
„Ich wünsche Ihnen einen guten Tag,“
sagte der Beamte und verließ sie.

Die Moral von der Geschichte: streite nicht mit Frauen rum, die lesen.

Möglich wäre, dass die auch denken können.

Im Garten

kannst du Mensch sein,
es fühlt sich fast paradiesisch an ! 🙂
Spinne müsste man sein. 🙄
Den ganzen Tag abhängen, gucken was im Netz los ist
und ein bisschen rumspinnen. 😉
Leben und sterben – living and die

Mehrere Dutzend hab ich inzwischen auf dem Gewissen.

Mein Werkzeug ist meist eine scharfkantige Schaufel oder ein Spaten.
Kurz und schmerzlos, zack, Ende.
Zugegeben, anfangs war es igittigitt, was da dann dabei herauskam…
Aber naja, mittlerweile lässt mich der Anblick kalt.
Manchmal denke ich, „ist vielleicht gut für den Boden“.
Immerhin haben die Schleimer

ihr wisst ja inzwischen, dass ich von Nacktschnecken rede
auch schon einiges auf dem Gewissen:
Meine Kräuter, meine Blumen, meine Stauden,
Erdbeeren, Salat und alles was ansonsten noch
frisch vom Beet besonders gut schmeckt.
Und vor allem auch, meine moralische Unversehrtheit.
Jetzt bin ich aber irgendwie gespalten.
In meinem Anspruch, die Natur in Ruhe zu lassen
und handgreiflich dazwischenzufunken.
Mein bester Helfer ist nun übrigens, man lernt nie aus,
der Tigerschnegel.
Dieser Artgenosse der Nacktschnecken glibbert nicht
im geschmacklosen Rostrot herum,
sondern fällt durch seinen coolen Raubkatzen-Style auf.
Er mag Pilze, abgestorbenes Pflanzenzeug und vor allem
schlürft er gerne völlig ungerührt mal
eine Nacktschnecke.

Einfach so, auch gut zu wissen …
😉
Alles Gewohnte zieht ein immer fester werdendes Netz von Spinnweben um uns zusammen;
und alsbald merken wir, dass die Fäden zu Stricken geworden sind
und dass wir selber als Spinne in der Mitte sitzen,
die sich hier gefangen hat und von ihrem eigenen Blute zehren muss.
(Friedrich Nietzsche)

die Vorstellung

bestimmt unser Verhalten 😉
Sie stänkerte. Dennoch habe ich sie –
Weil sie käuflich war – gekauft.
Und habe, vielleicht aus Ironie,
Sie „Mucker“ getauft.

Ich riss ihr gierig mit rauher Hand
Die einzelnen Kleider herunter,
Zunächst ein leichtes Flittergewand,
Dann anderen, gröberen Plunder.

Und Rock und Röckchen nach Röckchen fiel
Herab. Ich riss und zerfetzte
Mit Wollust. Ich wollte – das war mein Ziel –
Das Nackte, das Wahre, das Letzte.

Doch immer, wenn ich das rosige Glück
Der Nacktheit zu schauen vermeinte,
Kam wieder noch irgend ein Kleidungsstück.
Ich wütete weiter, ich weinte.

Doch als ich sie völlig enthemdet
Hatte, blieb nichts, restlos nichts.
Und in dieses Nichts bohrt befremdet
Der Stachel meines Gedichts.

Jedoch erübrigt sich jede Kritik,
jeder Kommentar,
Weil die, von der ich hier rede,
Eine Zwiebel war.
(„Lustmord“ von Joachim Ringelnatz)