nach Treppensturz

ausnahmsweise mal etwas Politik,
weil leider auch die  Realität

August 2017:
Zwei dumme Männer mit lächerlichen Frisuren
drohen sich gegenseitig mit Atomwaffen.
Hühnerställe werden mit verbotenen
Insektiziden desinfiziert.
Regierungen dementieren erst,
dass überhaupt was passiert ist
und rücken dann Dotter für Dotter
mit der Wahrheit heraus.
Dieselautos sind jetzt „puh“,
aber die Besitzer sollen sich
mit Umtauschprämien neue kaufen.
Man könnte den Irrsinn auf Hitzestich schieben,
wenn der Sommer nicht gerade
eine Pause eingelegt hätte.
Vielleicht will er uns damit ja aber sagen,
dass eine geistige Eiszeit begonnen hat? 😯„Heute ist invierno (Winter)
und nicht estate (Sommer)“
begrüßt mich auch der nette Herr,
der mir in meinem Lieblings-Cafe
immer meinen Cappuccino serviert.
Und wünscht mir gerade deshalb
einen besonders schönen Tag.
Das wärmt zumindest die Seele,
auch wenn derzeit Winter statt Sommer
im August herrscht.

Daher an alle meine lieben Leser
die auch von Sonne träumen, mal aufbauende Worte:
Der Regen vergeht, und Sommer ist eh,
was in deinem Kopf passiert! 🙂 ☀ 

Und eines Tages…

war es soweit,
dass wir alles wieder verloren.
Denn träumend stirbt eine alte Zeit,
und aus Träumen werden neue geboren.
(Arthur O’Shaugnessy)
aus „der Club der toten Dichter“

Egal was kommt, es wird gut, sowieso
Immer geht ’ne neue Tür auf, irgendwo
Auch wenn’s grad nicht so läuft, wie gewohnt
Egal, es wird gut, sowieso… 😉
(Interpret: Mark Forster)

Verzeihen und vergessen

Was unsere Seele
am schnellsten und schlimmsten abnützt,
das ist:
Verzeihen ohne zu vergessen.
(Arthur Schnitzler)

Dove non c’e amore e perdono la strada diventa chiusa
Sinngemäß: Ein Weg ohne Liebe und Vergebung
ist eine Sackgasse
von einem Pfarrer in Pisa

mal philosophisch ツ

Wie kann man etwas nicht haben,
was es überhaupt nicht gibt?
Wie geht das überhaupt?
Keine Zeit haben.
Kann man denn Zeit besitzen?

Was ist Zeit eigentlich?
Zeit ist nichts Materielles.
Sie ist kein Buch, keine Nahrung oder Geld.Bereits der Theologe und Philosoph Augustinus –
er lebte von 354 bis 430
machte sich Gedanken über die Zeit und was sie ist.
Mit seinen Überlegungen hat er die Philosophie nachhaltig geprägt,
und gerade in einer Zeit ständig mangelnder Zeit
regen seine Überlegungen zum Nachdenken an.

Augustinus unterteilte die menschliche Wahrnehmung von Zeit
in drei Einheiten:

Die Vergangenheit die Gegenwart und die Zukunft.
Das Vergangene sind letztlich Erinnerungen.
Die Zukunft sind Erwartungen.
Die Gegenwart ist unmittelbar, jetzt.

Augustinus erkannte, dass Menschen Zeit verschieden erleben.
Unmittelbar vor einer Prüfung können sich Minuten wie Stunden anfühlen.
Doch in den Tagen und Wochen vor den Prüfungen rat die Zeit nur so.
Es wird einem ganz schwindelig wie sie davoneilt.
Das Erstaunliche: Es kommt immer Zeit nach.
Kann Zeit also wirklich vergehen?
Als nächstes versuchte Augustus festzulegen, was eine lange Zeitdauer ist.

Vom Jahr, zum Monat, bis zu den Sekunden.
Er erkannte: Zeit kann in immer kleinere Einheiten geteilt werden.
Wie ein Kuchen, den man zu Krümeln zerreibt.
Bei all der Krümelei bleibt ein Ergebnis:
Nur die Gegenwart ist nicht zerteilbar.
Aber die Gegenwart kann auch nicht lange sein,
denn sie wird von der Vergangenheit und der Zukunft begrenzt.
Sie ist so flüchtig, dass man sie oft gar nicht wahrnimmt.

Und wie hilft das jetzt beim Zeitmangel-Problem?
Man kann Augustinus wohl so interpretieren:
Das Vergangene und Zukünftige existiert nur als Erinnerung oder Erwartung im eigenen Kopf.
Denke ich sehnsuchtsvoll an den letzten Urlaub, bin ich nicht am Strand.
Ich erinnere mich nur, während ich längst wieder Zuhause bin.
Genauso ist es mit den Erwartungen an die Zukunft.
Gibt es viel zu tun, und der Aufgabenberg schnürt einem scheinbar die Luft ab, sind das Projektionen in etwas, was noch nicht ist.
Also ist auch das Erwartete nicht real.
Es ist eine Vermutung, die ganz anders kommen kann.
Nur Gegenwart ist Zeit in ihrer Reinform.
Also kann man streng genommen nicht sagen „ich habe keine Zeit“.
Zeit ist immer da. Sie ist da, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen.
Haarspalterei?
Vielleicht – auf den ersten Blick.
Vielleicht auch auf den zweiten.
Aber…
vielleicht reicht ja einfach der Anspruch
„ ich gebe mein Bestes und nutze die Zeit, die ich gerade habe“ 😉

Freiheit ist…

Wenn ich mich frei machen kann
von den Sorgen,
wie es werden könnte oder nicht,
ob es klappt oder schiefgeht…
wenn ich mich frei machen kann
von der Vergangenheit,
von Dingen,
die ich bisher nicht loslassen konnte,
von Fehlern und Versäumnissen…
frei machen
für diesen Augenblick
jetzt,
wenn ich mich dem,
was auf mich zukommt,
ganz öffnen kann
 … dann werde ich das Leben
von seiner besten Seite kennenlernen.

gute Frage

… logische Antwort 😉

Was wären die Männer ohne die Frauen?

Rar, sehr rar!
(Mark Twain)Nachdem Gott
sich bei der Erschaffung des Mannes ziemlich verausgabt hatte,
war er für einen Moment ratlos,
wie er diesem vollkommenen Wesen
eine ebenbürtige Gefährtin verschaffen sollte.

Doch wusste er sich zu helfen.
Er nahm den Glanz der Sonne,
die weichen Rundungen des Mondes,
die Geschmeidigkeit der Schlange,
die Unbeständigkeit des Windes,
die Süße des Honigs,
die Wärme des Feuers
und
die Kälte und Härte des Diamanten.
Das alles vermengte er sorgfältig und liebevoll
und machte daraus die Frau.
(aus dem Orient)

schöne Junitage

Dieses schöne Gedicht, gelesen auf meinem Abreißkalender,
berührte mich sehr

Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuss,
Bis der letzte Klang verklungen,
Weil nun alles schlafen muss –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Sonnengrüner Rosengarten,
Sonnenweiße Stromesflut,
Sonnenstiller Morgenfriede,
Der auf Baum und Beeten ruht –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
Reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
Tausendfältig Leben rinnt –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
Milde wird die harte Welt,
Und das Herz macht seinen Frieden,
Und zum Kinde wird der Held –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.
(Detlev von Liliencron)