Fenster der Seele

Augen sind die Fenster der Seele.
Die Seele kann durch die Augen sprechen
und mit einem Blick küssen.
(Gustavo Adolfo Bécquer)
Von Zeit zu Zeit
sich zurückziehen
in das Haus
unserer Seele,
schweigen,
ausruhen,
ganz für sich sein.
Die Seelenfenster
vom Staub des
Alltags befreien,
an verschlossenen
Türen rütteln,
sich selber auf
den Grund gehen.
Und dann hinaus treten in
die Sonne:
Da bin ich wieder!
Quelle Text: sich-verwandeln.de

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jeder jedem jederzeit

…einfach mal so zwischendurch
ein ganz besonders schönes und tiefsinniges Gedicht,
welches mir in einer sehr liebevoll gestalteten Karte zugeschickt wurde 😉


Jeder wünscht sich jeden Morgen
irgend etwas – je nachdem.
Jeder hat seit jeher Sorgen,
jeder jeweils sein Problem.

Jeder jagt nicht jede Beute,
jeder tut nicht jede Pflicht.
Jemand freut sich jetzt und heute.
jemand anders freut sich nicht.

Jemand lebt von seiner Feder,
jemand anders lebt als Dieb.
Jedenfalls hat aber jeder
jeweils irgend jemand lieb.

Jeder Garten ist nicht Eden.
Jedes Glas ist nicht voll Wein.
Jeder aber kann für jeden
jederzeit ein Engel sein.

Ja, je lieber und je länger
jeder jedem jederzeit
jedes Glück wünscht, um so enger
leben wir in Ewigkeit.

(James Krüss)

der wahre Reisende

hat keinen festgelegten Weg,
noch will er an ein Ziel.
(Lao-tse)
War wieder einmal einige Tage unterwegs…
als Fortsetzung meiner wunderschönen Reise nach Heidelberg im August
ging es nun über die Deutsche Weinstraße in die Pfalz und vom Deutschen Weintor aus, mit kleinem Abstecher in das so schöne Elsass
Was heißt heute?
Was heißt morgen?
Ich mein,
das muss man verwischen.
Was heißt Sehnsucht,
was heißt Sorgen?
Das Leben liegt
gerade dazwischen!
(Rainer Maria Rilke)
Eine Reise ist wie ein Trunk
aus der Quelle des Lebens.
(Friedrich Hebbel)

gestrauchelt

bin ich ja schon öfter mal. 😉
Am Wochenende jedoch ziemlich hart im Treppenhaus gestürzt.
Wobei ich mir neben fiesen Rückenschmerzen,
eine Gehirnerschütterung mit Schleudertrauma einhandelte…
weshalb ich hier nun doch wieder eine kleine Zwangspause einlege.
Eilig über Treppen zu springen ist nicht immer gut! 🙄
Langsam, Schritt für Schritt die Treppe weiter hinauf!
Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen,
dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.
Und ist nicht jede Stufe,
die man augenblicklich aufwärts steigend betritt,
ein Glück?
Und ist nicht der Treppenabsatz,
auf dem man einen Moment stillhält,
und sich nochmals fasst,
eine Seligkeit?
(Wilhelm Raabe)

Und eines Tages…

war es soweit,
dass wir alles wieder verloren.
Denn träumend stirbt eine alte Zeit,
und aus Träumen werden neue geboren.
(Arthur O’Shaugnessy)
aus „der Club der toten Dichter“

Egal was kommt, es wird gut, sowieso
Immer geht ’ne neue Tür auf, irgendwo
Auch wenn’s grad nicht so läuft, wie gewohnt
Egal, es wird gut, sowieso… 😉
(Interpret: Mark Forster)

Wenn wir lieben

dann wachsen unseren Wünschen Flügel
In unserem Herzen
blüht ein sommerliches Glück
Wir gehen wie auf weichem Moos
und alle Türen stehen offen
Aus unsrem schönstem Lächeln
baun wir Brücken
Und unser Herz schläft unter freiem Himmel,
ohne Furcht
Es regnet süße Träume
und an den Bäumen
wachsen kleine Wunder…
… und freue mich sehr darauf! ✈☀
Lasst es euch auch so richtig gut gehen!

schöne Junitage

Dieses schöne Gedicht, gelesen auf meinem Abreißkalender,
berührte mich sehr

Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuss,
Bis der letzte Klang verklungen,
Weil nun alles schlafen muss –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Sonnengrüner Rosengarten,
Sonnenweiße Stromesflut,
Sonnenstiller Morgenfriede,
Der auf Baum und Beeten ruht –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
Reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
Tausendfältig Leben rinnt –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
Milde wird die harte Welt,
Und das Herz macht seinen Frieden,
Und zum Kinde wird der Held –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.
(Detlev von Liliencron)