Gut und Böse

Das Gute – dieser Satz steht fest – ist stets das Böse, was man lässt !
(Wilhelm Busch)
Ob Gut – ob Schlecht – wer weiß das schon ?

Es lebte einmal vor langer Zeit ein König. Dieser ging gerne zur Jagd.

Die Verletzung
Eines Tages geschah es, dass der König sich in den Finger geschnitten hatte.
Also rief er seinen Leibarzt zu sich und ließ sich einen Verband um den verletzten Finger anlegen.
„Wird mein Finger auch wieder gut?“ fragte der besorgte König seinen Leibarzt, der ihn auf der Jagd stets begleitete.
„Ob gut – ob schlecht – wer weiß das schon?“ erwiderte der Arzt.

Die Entzündung
Nach einigen Tagen hatte sich die Wunde des Königs infiziert. Besorgt rief der König erneut nach seinem Arzt und dieser versorgte die Wunde behutsam und erneuerte den Verband.
„Wird mein Finger auch wirklich wieder gut?“ fragte der König ängstlich.
„Ob gut – ob schlecht – wer weiß das schon?“ antwortete der Arzt erneut.

Die Wut
Die Angst des Königs war nicht ganz grundlos, denn innerhalb der nächsten Tage entzündete sich der Finger so schlimm, dass dieser amputiert werden musste.
Der König wurde sehr wütend auf seinen Arzt und gab ihm die Schuld für sein Unglück.
Kurzerhand ließ er seinen Arzt ins Gefängnis stecken. Wutentbrannt stellte sich der König, die Arme in die Hüften stemmend, vor die Gefängniszelle seines Arztes und fragte diesen hämisch:
„Und? Wie ist es so hier im Gefängnis?“
„Ob gut – ob schlecht – wer weiß das schon?“ entgegnete der Arzt wiederum gleichmütig.
„Der ist ja komplett irre“, brummte der König und setze sich wieder wütend auf seinen Thron.

Ein neues Abenteuer
Es vergingen einige Wochen, in der die Wunde des Königs allmählich verheilte. Nach einer ganzen Zeit war sein Finger so gut verheilt, dass der König wieder zur Jagd gehen konnte.
Akribisch verfolgte der König die Fährte eines Tieres und wurde unterdessen von seiner Jagdgesellschaft getrennt. Er lief verirrt umher und suchte seine Leute. Dabei fiel er einer Gruppe Eingeborener in die Hände.
Die Eingeborenen freuten sich über den dicken König, denn so konnten sie ihn ihrem Dschungelgott opfern und diesen gnädig stimmen.
Der König wurde festgebunden und die Waldbewohner bereiteten sich auf den großen Opfertag vor, der natürlich von einer gebürtigen Feier begleitet werden sollte.

Die Wendung
Als der oberste Priester des Waldes herbei kam, um dem König die Kehle durchzuschneiden, nahm er plötzlich die verkrüppelte Hand des Königs wahr. Der Priester hielt in seinem Vorhaben inne und sagte:
„Nicht! Dieser Mann hat nur 9 Finger! Er ist unwürdig ein Opfer unseres großen Dschungelgottes zu werden! Er ist nicht gut genug. Lasst ihn frei!“
Der König wurde frei gelassen und konnte sich mühsam zum Palast zurück durchschlagen.
Erleichtert und froh darüber, noch einmal mit dem Leben davon gekommen zu sein, eilte er sofort ins Gefängnis, um sich bei seinem weisen Arzt zu bedanken.
„Guter Mann, euer Gerede von – ob gut, ob schlecht, wer weiß das schon – ließ mich zunächst an eurem Verstand zweifeln. Doch jetzt kann ich sehen, welche Weisheit da hinter steckt. Es war gar nicht schlecht, dass ich meinen Finger einbüßen musste. Es war sogar gut, denn es hat mir das Leben gerettet. Ihr hattet recht. Es war aber schlecht von mir, euch dafür ins Gefängnis sperren zu lassen. Es tut mir leid.“

Die Überraschung
„Was meint Ihr, Majestät? Wäre ich nicht im Gefängnis gewesen, hätte ich euch auf die Jagd begleiten müssen. Und auch ich wäre gefangen genommen worden. Doch im Gegensatz zu euch, habe ich noch alle meine 10 Finger.“

(Von Ajahn Brahm „Der Elefant, der das Glück vergaß“)

wird Zeit… ;-)

Nicht immer läuft alles so, wie man es sich wünscht.
Man stolpert, man fällt,
bleibt auch mal liegen.
Wenn man dann jedoch
den Blick in Richtung Horizont erhebt,
leuchtet einem etwas entgegen.
Der Funke Hoffnung,
etwas Zuversicht…
und Menschen,
für die man
immer
wieder aufstehen würde.
All die wunderbaren Erinnerungen
und der Wunsch nach weiteren Abenteuern,
die wir wie Schätze in uns tragen.
All die Glücksmomente,
für die es sich lohnt,
zu leben.

endlich Erwachsen?

Mit dem Erwachsen sein ist es ähnlich wie mit dem alt sein:
alle wollen es werden, aber keiner will es wirklich sein.
25 + 1 Zeichen zum Beweis, dass Du (endlich) Erwachsen bist:

1. All Deine Zimmerpflanzen leben und man kann keine davon rauchen.
2. Sex in einem schmalen Bett kommt nicht in Frage.
3. Du hast mehr Essen als Bier im Kühlschrank.
4. Um 6:00 Uhr stehst Du auf und gehst nicht zu Bett.
5. Du hörst Dein Lieblingslied in einem Aufzug.
6. Du achtest auf die Wettervorhersage.
7. Deine Freunde heiraten und lassen sich scheiden. Anstelle von „Abenteuern“ und „Schluss machen“.
8. Du hast weniger als 130 Ferientage.
9. Jeans und ein Pulli qualifizieren Dich nicht mehr als „schick angezogen.“
10. Du rufst die Polizei, weil diese %&@# Kinder ihre Musik nicht leiser machen wollen.
11. Ältere Verwandte fangen an, schmutzige Witze auch in Deiner Gegenwart zu erzählen.
12. Du weißt nicht, wann McDonalds zu macht.
13. Die Prämie für Deine Autoversicherung geht runter, die Raten für Dein Auto gehen hoch.
14. Du fütterst Deine Katze mit Katzenfutter, nicht mit Überbleibseln der letzten Pizza oder den Resten des Hamburgers.
15. Vom auf-der-Couch schlafen kriegst Du Rückenschmerzen.
16. Du machst Nickerchen.
17. Essen gehen und Kino ist die ganze Verabredung, nicht erst der Anfang.
18. Um 3 Uhr morgens frittierte Sachen zu essen würden Magenprobleme verursachen, nicht sie lösen.
19. Du kaufst Aspirin und Maaloxan in der Apotheke, nicht Schwangerschaftstests und Kondome.
20. Eine Flasche Wein für 3 EUR ist kein „ziemlich gutes Zeug“ mehr.
21. Du isst Brot und trinkst Kaffee zum Frühstück, anstatt Spiegeleier und Bier.
22. „Ich kann nicht mehr so trinken wie damals.“ wird ersetzt durch „Ich trinke nie wieder so viel.“
23. Die 90% der Zeit, die Du vor dem Computer verbringst, sind für Deine Arbeit.
24. Du trinkst nicht mehr zu Hause, um Geld zu sparen, bevor Du ausgehst.
25. Wenn Du hörst, dass eine Deiner Bekannten schwanger ist, gratulierst Du und sagst nicht „Oh mein Gott, wie ist das denn passiert?“

Bonus
Du liest diesen Text und suchst verzweifelt nach einem Zeichen, dass Du NICHT so bist und kannst aber keines finden.

Fazit
Es ist tragisch, aber nicht zu leugnen.
Als Ausrede gibt es aber immer noch den Spruch:
„Jeder ist so alt wie er sich fühlt“. 😉