zum Nachdenken

Dieses Lied ging mir sehr unter die Haut …
und tut es noch immer, wenn ich es mir anhöre.

Nicht in meinem Namen
„Wenn ich ein Gott wär …“, so beginnt Bodo sein neuestes Lied,
in dem er sich gegen radikale, menschenverachtende Auslegungen
jedweder Religion wendet.
Zu seinem Lied sagt er: „Wenn man über Religion singt,
läuft man schnell Gefahr, religiöse Gefühle zu verletzen,
das ist nicht meine Absicht.
Aber gleichzeitig werden seit geraumer Zeit
meine aufgeklärt-humanistischen Gefühle verletzt,
dem trägt dieses Lied Rechnung.“

Frieden ist nicht das Ergebnis von Terror und Angst.
Frieden ist nicht die Totenstille der Friedhöfe.
Frieden ist nicht das stille Ergebnis gewaltsamer Unterdrückung.
Frieden ist der großzügige,
ruhige Beitrag aller
zum Wohle aller.
Frieden ist Dynamik und Kraft.
Frieden ist Großzügigkeit.
Er ist Recht, und er ist Pflicht.
(Oscar Arnulfo Romero, Geboren am 15. August 1917, Ermordet am 24.3.1980) war Erzbischof von San Salvador
Er gilt als einer der prominentesten Verfechter der Befreiungstheologie.

Erfolgloser Liebhaber

Ein Mensch wollt sich ein Weib erringen,
doch leider konnt’s ihm nicht gelingen.
Er ließ sich drum, vor weitern Taten,
von Frauen und Männern wohl beraten:

„Nur nicht gleich küssen, tätscheln, tappen!“
„Greif herzhaft zu, dann muss es klappen!“
„Lass deine ernste Absicht spüren!“
„Sei leicht und wahllos im Verführen!“
„Der Seele Reichtum lege bloß!“
„Sei scheinbar kalt und rücksichtslos!“

Der Mensch hat alles durchgeprobt,
hat hier sich ehrenhaft verlobt,
hat dort sich süß herangeplaudert,
hat zugegriffen und gezaudert,
hat Furch und Mitleid auferweckt,
hat sich verschwiegen, sich entdeckt,
war zärtlich kühn, war reiner Tor,
doch wie er´s machte – er verlor.

Zwar stimmte jeder Rat genau,
doch jeweils nicht für jede Frau.
(Eugen Roth)

Enttäuschungen sollte man verbrennen,
nicht einbalsamieren…
(Mark Twain)