Humor und Fantasie

Ohne Humor und schöner Fantasie –
fehlt es auch an Herz und Seele. Der humorvolle Vogel
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen glühn.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.
Der Vogel denkt: Wie das so ist
Und weil mich doch der Kater frisst,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.
(Wilhelm Busch)

ein Blütentraum

Damit ein Blütentraum entstehen kann,
muss zunächst ein Baum da sein,
und damit ein Mensch glücklich sein kann,
muss er zunächst Mensch sein.
(Saint Exupéry, 1900-1944, aus: die Stadt in der Wüste)

wohlige Momente

Wenn die Störche sich sammeln,
zum Abflug in Richtung Süden.

Der Herbstwind bläst
die letzten Blätter vom Baum.

Dann kommt auch bald, die anheimelnd stille Zeit,
die uns schöne Gefühle der Freude
und wohlige Momente
des tiefen Friedens
beschert.
Ich freue mich sehr darauf und ihr bestimmt auch, oder… !? 🙂

schöne Junitage

Dieses schöne Gedicht, gelesen auf meinem Abreißkalender,
berührte mich sehr

Mitternacht, die Gärten lauschen,
Flüsterwort und Liebeskuss,
Bis der letzte Klang verklungen,
Weil nun alles schlafen muss –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Sonnengrüner Rosengarten,
Sonnenweiße Stromesflut,
Sonnenstiller Morgenfriede,
Der auf Baum und Beeten ruht –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Straßentreiben, fern, verworren,
Reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
Tausendfältig Leben rinnt –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.

Langsam graut der Abend nieder,
Milde wird die harte Welt,
Und das Herz macht seinen Frieden,
Und zum Kinde wird der Held –
Flussüberwärts singt eine Nachtigall.
(Detlev von Liliencron)

Weihnachtsstress?

weihnachtsfenster-hanneManchmal hilft die Rückbesinnung auf vorchristliche Zeiten,
wenn einen der Vorweihnachtswahn so richtig beutelt.
Denn was die Christen als die Feier von Jesu Geburt in den Tagen rund um den 24. Dezember begehen, geht ja bekanntlich auf das sogenannte Julfest zurück, mit dem einst die Wintersonnenwende freudig begrüßt wurde.
Und das weist den Weg für alle, die vom Rummel arg geplagt und vom Gruppendruck des Geschenkekaufenmüssens zutiefst genervt sind:
Das Elend ist endlich, die Tage werden wieder länger und damit vergrößert sich auch die Menge des Lichtes,
das Körper und Geist so dringend nötig haben.

Im Gegenzug normalisieren sich die langen Gesichter derer,
die am Heiligen Abend wieder nur Socken mit Rentiermuster unter dem Baum vorgefunden haben

– spätestens beim Umtauschen zwischen den Jahren.advent_0007

ein Lächeln für dich ツ

Revolution der Liebe...hanneEs war ein kleines Lächeln, das machte sich auf den Weg,
um zu sehen, ob es nicht jemanden fände, bei dem es wohnen könnte.

Es traf ein kleines Augenzwinkern, das auch nicht viel größer war.

Sofort fühlten die Beiden sich zueinander hingezogen.
Sie gaben sich die Hand und gingen gemeinsam weiter.

Sie waren noch nicht sehr weit gegangen,
da trafen sie zwei kleine Lachfältchen.

Die fragten wohin der Weg ginge und gingen mit.

Da kamen sie in einen großen Wald und unter einem Baum sahen sie eine alte Frau sitzen, die alleine war und sehr traurig aussah!

Die Vier verständigten sich kurz und guckten,
ob die Frau noch Platz für sie hätte.

Heimlich und lautlos versteckten sich die zwei Lachfältchen und das Augenzwinkern unter den Augen und das Lächeln
krabbelte in die Mundwinkel der Frau.

Da kitzelte es die alte Frau, sie stand auf und merkte plötzlich, dass sie nicht mehr traurig war und sie ging hinaus aus dem Wald auf eine große Wiese, wo es hell und warm war.

Dem ersten Menschen den sie traf schenkte sie befreit ein kleines, klitzekleines Lächeln
und zwinkerte dabei mit den Augen,
und die Lachfältchen fühlten sich richtig wohl!

Lächelwunder.Hanne