ist das so ? ;-)

Viel Kälte ist unter den Menschen,
weil wir nicht wagen,
uns so herzlich zu geben, wie wir sind.
(Albert Schweizer)
Herzlichkeit
ist längst nicht mehr In,
wird oft falsch verstanden,
ergibt keinen Sinn.

Sachlich korrekt, möglichst ohne Gefühl,
ist was unsere Gesellschaft anscheinend nur will.
Bist du ein Herzmensch musst du deshalb wissen –
auch wenn du nur nett bist, oder herzlich und lieb
geht mancher auf Abstand, als wärst du ein Dieb.
Denn Herzlichkeit ist ja längst nicht mehr In,
wird zu oft falsch verstanden,
ergibt keinen Sinn.

Kinder
verfügen über zwei Superkräfte,
welche die meisten als Erwachsene verloren haben.
Die „bedingungslose Liebe“
und das völlige Fehlen
von Vorurteilen.

jeder jedem jederzeit

…einfach mal so zwischendurch
ein ganz besonders schönes und tiefsinniges Gedicht,
welches mir in einer sehr liebevoll gestalteten Karte zugeschickt wurde 😉


Jeder wünscht sich jeden Morgen
irgend etwas – je nachdem.
Jeder hat seit jeher Sorgen,
jeder jeweils sein Problem.

Jeder jagt nicht jede Beute,
jeder tut nicht jede Pflicht.
Jemand freut sich jetzt und heute.
jemand anders freut sich nicht.

Jemand lebt von seiner Feder,
jemand anders lebt als Dieb.
Jedenfalls hat aber jeder
jeweils irgend jemand lieb.

Jeder Garten ist nicht Eden.
Jedes Glas ist nicht voll Wein.
Jeder aber kann für jeden
jederzeit ein Engel sein.

Ja, je lieber und je länger
jeder jedem jederzeit
jedes Glück wünscht, um so enger
leben wir in Ewigkeit.

(James Krüss)

einfach mal so

… sacken lassennervennahrung
Eine ältere Dame steht im Selbstbedienungsrestaurant in der Schlange
und holt sich eine Terrine Erbsensuppe.
Am Tisch stellt sie fest, dass die Wurst fehlt.
Sie stellt die Terrine ab und reklamiert an der Theke.
Selbstverständlich bekommt sie einen Teller mit der fehlenden Wurst.

Wieder zurück, sieht sie,
dass an ihrem Tisch ein Schwarzer sitzt und ihre Erbsensuppe probiert.

Die alte Dame überlegt: ‚Was tun?‘

Weil sie sich keinesfalls in den Verdacht
der Ausländerfeindlichkeit bringen will,
setzt sie sich zu dem Schwarzen an den Tisch.

Sie zerteilt die Wurst in kleine Stücke,
die sie je zur Hälfte
dem jungen Farbigen in die Suppenterrine
und sich in den Teller füllt.

Dann holt sie sich noch einen zweiten Löffel und eine Kelle,
füllt sich Suppe in ihren Teller,
und beide essen gemeinsam den Erbseneintopf.

Der junge Mann lacht, steht zwischendurch auf
und besorgt zwei Glas Bier.

Man prostet sich zu,
und nach einem gemeinsamen Kaffee
verabschiedet der junge Mann sich höflich.

Ein wenig trauert die alte Dame ihm nach.

Sie will jetzt auch gehen und langt nach ihrer Handtasche.
Doch die ist verschwunden!

Um Himmels willen. Ein Dieb?

Nach verzweifelter Suche findet sich endlich die Tasche –
am Nachbartisch.

Und da steht auch die Terrine mit ihrer Erbsensuppe.

Und langsam beginnt die alte Dame zu begreifen…