Erschreckend…

WIR und die Zeiten
Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz,
breite Autobahnen, aber enge Ansichten.

Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger,
machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,

mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft,
mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand,

mehr Experten, aber auch mehr Probleme,
mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir trinken zu viel,
wir geben verantwortungslos viel aus;
wir lachen zu wenig,
wir fahren zu schnell,
wir regen uns zu schnell auf,
wir gehen zu spät schlafen,
wir stehen zu müde auf;
wir lesen zu wenig,
wir sehen zu viel fern,
wir beten zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.
Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft.

Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.
Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.
Wir machen größere Dinge, aber keine Besseren.

Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt.
Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger,
wir planen mehr, aber erreichen weniger.
Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.

Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen,
der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral,
der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts.

Es ist die Zeit der Pillen, die alles können:
sie erregen uns,
sie beruhigen uns,
sie töten uns.

Quelle: Symptome.ch – Kurzgeschichten mit Tiefgang

…wirklich reich?

Ein Vater aus guten Verhältnissen wollte, dass sein Sohn erfahren sollte, was es heißt, arm zu sein.
Er nimmt ihn mit in die Berge, wo sie ein paar Tage bei einer Bauernfamilie verbringen sollten.

Sie verbrachten drei Tage und zwei Nächte in ihrer ländlichen Herberge.

Im Auto auf dem Weg zurück in die Stadt fragte der Vater seinen Sohn:
„Und , wie hat es Dir gefallen ? Was sagst du zu dieser Erfahrung?“
„Gut“, antwortet sein Sohn und schaut versonnen in die Ferne.
„Und was hast du daraus gelernt ?“, bohrt der Vater nach.Der Sohn antwortet:
„ …dass wir einen Hund haben und die dort haben vier“.
„ …wir haben einen Swimmingpool mit warmem Wasser, der halb so groß ist wie der Garten… und sie haben einen Fluss, der ins Endlose fließt, mit kristallklarem Wasser, mit Fischen und anderen Naturschönheiten“.
„ …dass wir Lampen aus dem Orient einführen, um unseren Garten zu beleuchten… während für sie der Mond und die Sterne leuchten“.
„ …unser Hof reicht bis zum Zaun … ihrer reicht bis zum Horizont“.
„ …wir kaufen uns unser Essen, sie sähen und ernten ihr Essen alles selbst.“
„ …wir hören CD’s. Sie lauschen einer nie endenden Symphonie von Nachtigallen, Enten, Hündchen, Fröschen und anderem Getier… und all das begleitet von der Melodie eines Nachbarn, der sein Feld auf seinem Berg bearbeitet“.
„ …wir kochen mit dem Elektroherd. Bei ihnen hat alles, was sie essen, diesen herrlichen Geschmack nach Holzfeuer“.
„ …um uns zu schützen, leben wir eingezäunt von Mauern mit Alarmanlagen. Sie dagegen leben mit offenen Türen, geschützt durch die Freundschaft ihrer Nachbarn“.
„ …wir leben „online“ mit Handy, Computer und TV…
Sie dagegen sind verbunden mit dem Leben, dem Himmel, der Sonne, dem Wasser, dem Grün der Berge, den Tieren, ihrer Saat, ihren Familien“.

Der Vater ist beeindruckt von der Tiefe der Gefühle seines Sohnes…
und schließlich sagt sein Sohn:

„Danke, Papa, dass Du mir gezeigt hast, wie arm wir doch sind.“

die Legende

von „el Fameliars“ auf Ibiza
Entdeckt am Eingang eines alten Luftschutzbunkers in Santa Eulària
(schrieb die schlecht leserliche Legende von dem Schild für euch ab 😉 )
Volksmärchen berichten von einem kleinen, ausgesprochen unansehnlichen Wesen, das dennoch gut und zügig jegliche Arbeit verrichtet, die man ihm aufträgt.
Doch leider kennt es nur zwei Dinge: Arbeiten und Essen.
Alles was aus seinem Mund kommt, ist daher auch: „Feina o Menjar“ (Arbeit oder Essen).
Wer sich so einen kleinen Helfer, also einen „fameliar“ wünscht, muss sich in der Johannisnacht unter der Pont Vell einfinden, im Gepäck eine schwarze Flasche.
Daraufhin muss man eine bestimmte Blume pflücken, die nur in dieser einen Nacht zu sehen ist und sie in die Flasche stecken.
Ist die Flasche gut verschlossen, wirkt sie ganz unscheinbar.
Doch einmal geöffnet, erscheint der „fameliar“ und fragt begierig nach Arbeit oder Nahrung.
Die „fameliars“ sind allerdings derart fleißig und erledigen die Wünsche ihres Herrn so rasch,
dass sie nach getaner Arbeit in einem Wimpernschlag die gesamte Speisekammer leer essen. 😀

endlich Erwachsen?

Mit dem Erwachsen sein ist es ähnlich wie mit dem alt sein:
alle wollen es werden, aber keiner will es wirklich sein.
25 + 1 Zeichen zum Beweis, dass Du (endlich) Erwachsen bist:

1. All Deine Zimmerpflanzen leben und man kann keine davon rauchen.
2. Sex in einem schmalen Bett kommt nicht in Frage.
3. Du hast mehr Essen als Bier im Kühlschrank.
4. Um 6:00 Uhr stehst Du auf und gehst nicht zu Bett.
5. Du hörst Dein Lieblingslied in einem Aufzug.
6. Du achtest auf die Wettervorhersage.
7. Deine Freunde heiraten und lassen sich scheiden. Anstelle von „Abenteuern“ und „Schluss machen“.
8. Du hast weniger als 130 Ferientage.
9. Jeans und ein Pulli qualifizieren Dich nicht mehr als „schick angezogen.“
10. Du rufst die Polizei, weil diese %&@# Kinder ihre Musik nicht leiser machen wollen.
11. Ältere Verwandte fangen an, schmutzige Witze auch in Deiner Gegenwart zu erzählen.
12. Du weißt nicht, wann McDonalds zu macht.
13. Die Prämie für Deine Autoversicherung geht runter, die Raten für Dein Auto gehen hoch.
14. Du fütterst Deine Katze mit Katzenfutter, nicht mit Überbleibseln der letzten Pizza oder den Resten des Hamburgers.
15. Vom auf-der-Couch schlafen kriegst Du Rückenschmerzen.
16. Du machst Nickerchen.
17. Essen gehen und Kino ist die ganze Verabredung, nicht erst der Anfang.
18. Um 3 Uhr morgens frittierte Sachen zu essen würden Magenprobleme verursachen, nicht sie lösen.
19. Du kaufst Aspirin und Maaloxan in der Apotheke, nicht Schwangerschaftstests und Kondome.
20. Eine Flasche Wein für 3 EUR ist kein „ziemlich gutes Zeug“ mehr.
21. Du isst Brot und trinkst Kaffee zum Frühstück, anstatt Spiegeleier und Bier.
22. „Ich kann nicht mehr so trinken wie damals.“ wird ersetzt durch „Ich trinke nie wieder so viel.“
23. Die 90% der Zeit, die Du vor dem Computer verbringst, sind für Deine Arbeit.
24. Du trinkst nicht mehr zu Hause, um Geld zu sparen, bevor Du ausgehst.
25. Wenn Du hörst, dass eine Deiner Bekannten schwanger ist, gratulierst Du und sagst nicht „Oh mein Gott, wie ist das denn passiert?“

Bonus
Du liest diesen Text und suchst verzweifelt nach einem Zeichen, dass Du NICHT so bist und kannst aber keines finden.

Fazit
Es ist tragisch, aber nicht zu leugnen.
Als Ausrede gibt es aber immer noch den Spruch:
„Jeder ist so alt wie er sich fühlt“. 😉

Adventsgedanken

advent-spruch-hannefabellinie
Advent, Advent

ein jeder rennt
durch die Straßen hin und her,
sie kaufen die Geschäfte leer.
Autos hupen, Motoren rattern,
schnell ein Parkplatz noch ergattern.
Was soll man nur dem andern schenken?

Das Fernseh’n hilft bei dem Gedenken:
die Smartphone-App und Lila-Kuh
gehör’n auf jeden Fall dazu!
Was braucht er noch, was hat er nicht,
die Werbung all-zu-viel verspricht.
In diesem Trubel mittendrin
vergisst man ganz den Weihnachtssinn.

Diesen kann man nicht ermessen
an Päckchengröße und dem Essen.
Advent, Advent du tust mir leid,
denn eigentlich ist Besinnungszeit.
Zeit der Liebe, Zeit zum Vergeben,
Zeit um harmonisch zusammen zu leben.

Ist das geschafft, dann kommt der Rest:
die Krönung ist das Weihnachtsfest.
Anstatt das Erreichte hoch zu halten,
ist kurz darauf alles beim Alten.
Paar Tage später – wie famos
geht der Circus wieder los.

Quelle: Weihnachten.de