Rosen – süßer Duft

Der Rosen süßer Duft genügt,
man braucht sie nicht zu brechen –
und wer sich mit dem Duft begnügt,
den wird ihr Dorn nicht stechen.
(Friedrich Martin von Bodenstedt)
Eine alte Geschichte erzählt von Eva und Adam,
die aus dem Paradies vertrieben werden.
Sie gehen so traurig und sind so unsäglich betrübt.
Da erbarmt sich sogar der strenge Engel am Tor
zum Garten über die beiden und übersieht freundlich,
wie Eva sich noch schnell
eine Ranke im Garten Eden bricht,
damit sie ihr Haar zusammenbinden kann
und eine kleine Erinnerung
an die wunderbare Pracht im Paradies hat.
Als ihr Mann später den ersten Acker in der Welt
umbricht und bestellt,
pflanzt Eva den Zweig aus dem Garten
in die gelockerte Erde.
Sie wärmt ihn mit dem Hauch ihrer Seufzer
und begießt ihn mit ihren zahlreichen Tränen,
bis er zu wachsen beginnt.
Zuerst zeigen sich schmerzhafte Dornen,
aber dann wunderbare Blüten,
die an die Schönheit im Paradies erinnern.
So blüht das Leben jenseits von Eden auf,
nicht ohne Klagen und Seufzer,
nicht ohne Tränen und Dornen,
und doch sind die wunderbaren Rosen
die Zeichen der Schönheit Gottes und seiner Welt.

(Verfasser leider nicht bekannt)

weiß man’s? (◔‿◔)

Eines Tages im Garten Eden Adam und Eva_hannesagte Eva zu Gott:
„Gott, ich habe ein Problem!“

„Was ist das Problem, Eva?“

garteneden

„Gott, ich weiß, dass Du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese zum totlachen komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach nicht glücklich.“

„Warum bist Du nicht glücklich, Eva?“ kam die Antwort von oben.

„Gott, ich bin einsam, und ich kann Äpfel einfach nicht mehr sehen.“

„Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich die Lösung für Dein Problem.
Ich werde für Dich einen Mann erschaffen und ihn Dir zur Seite stellen.“

„Was ist ein Mann, Gott?“

„Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, Dich betrügen und unglaublich eitel und eingebildet sein.
Im Großen und Ganzen wird er Dir das Leben schwer machen.
Aber er wird größer, stärker und schneller sein und er wird es lieben zu jagen und Dinge zu töten.

Er wird dümmlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da Du Dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart beschaffen, dass er Deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird.
Er wird witzlos sein und solch kindische Dinge wie kämpfen und einen Ball herum kicken über alles lieben.
Er wird auch nicht viel Verstand haben, so dass er Deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken.“

„Klingt ja umwerfend“, sagte Eva
und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch.

„Wo ist der Haken, Gott?“

„Also…Du kannst ihn unter einer Bedingung haben.“

„Welche Bedingung ist das, oh Gott?“

„Wie ich schon sagte, wird er stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern…
Du wirst ihn daher im Glauben lassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen hätte.

Denk dran, das ist unser beider kleines Geheimnis…
Du weißt schon, von Frau zu Frau

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