Illusionen

…und optische Täuschungen

rotation-spiraleSchaut genau in die Mitte der Spirale.
Dreht sie sich im Uhrzeigersinn oder dagegen?

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„Illusion“ die Verfälschung von Wahrnehmungsinhalten infolge von Besonderheiten in Struktur oder Funktion des Wahrnehmungsapparats.
Solche Sinnestäuschungen sind nicht anomal, sondern natürlich.

UnbenanntWie viele Delphine siehst du hier?

Spiegel

 Das doppeldeutige Bild stammt von C. Allan Gilbert: seine Zeichnung mit dem Titel ‚All Is Vanity‘ (Alles ist vergänglich) zeigt nicht nur eine Frau, die sich im Spiegel betrachtet, sondern gleichzeitig auch einen Totenkopf.

Jesus

Betrachte für ca. 15-30 Sekunden die vier Punkte in der Mitte des Bildes. Danach schaue auf eine weiße Fläche, zum Beispiel auf ein Blatt Papier oder einen leeren Bereich auf einer weißen Wand. Wenn du dann ein- oder zweimal kurz mit den Augen zwinkerst, kannst du dort plötzlich die Gestalt eines Kopfes wahrnehmen. Durch regelmäßiges Blinzeln wird diese Erscheinung noch verstärkt, und sie hält erstaunlich lange an!

Glühbirne

Schaue für ca. 15-30 Sekunden auf die Glühbirne. Danach schaue auf eine weiße Fläche, zum Beispiel auf ein Blatt Papier oder einen leeren Bereich auf einer weißen Wand. Wenn du dann ein- oder zweimal kurz mit den Augen zwinkerst, kannst du dort eine helle Glühbirne wahrnehmen. Durch regelmäßiges Blinzeln wird diese Erscheinung noch verstärkt.

LöwenkopfWenn der Löwe Kopf steht

in sich keisendVirtuelle DrehungenKreiseRäder

Es ist schon verblüffend, wie unserem Gehirn Drehungen vorgegaukelt werden, wo doch alles statisch ist.

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Bilder am besten zum vergrößern einzeln anklicken, um sich besser darauf konzentrieren zu können 😉

der Traum

auf der suche nach meinen träumen.jpgIch schlief
Da hatt‘ ich einen Traum.

Mein Ich verließ den Seelenraum.
Frei vom gemeinen Tagesleben,
Vermocht ich leicht dahinzuschweben.
So, angenehm mich fortbewegend,
Erreicht ich eine schöne Gegend.

Wohin ich schwebte, wuchs empor
Alsbald ein bunter Blumenflor,
Und lustig schwärmten um die Dolden
Viel tausend Falter, rot und golden.

Ganz nah auf einem Lilienstengel,
Einsam und sinnend, saß ein Engel,
Und weil das Land mir unbekannt,
Fragt ich: Wie nennt sich dieses Land?

Hier, sprach er, ändern sich die Dinge.
Du bist im Reich der Schmetterlinge.
Ich aber, wohlgemut und heiter,
Zog achtlos meines Weges weiter.

Da kam, wie ich so weiter glitt,
Ein Frauenbild und schwebte mit
Als ein willkommenes Geleite,
Anmutig lächelnd mir zur Seite,
Und um sie nie mehr loszulassen,
Dacht ich die Holde zu umfassen;
Doch eh ich Zeit dazu gefunden,
Schlüpft sie hinweg und ist verschwunden.

Mir war so schwül.
Ich musste trinken.

Nicht fern sah ich ein Bächlein blinken.

Ich bückte mich hinab zum Wasser.
Gleich fasst ein Arm, ein kalter, blasser,
Vom Grund herauf mich beim Genick.
Zwar zog ich eilig mich zurück,
Allein der Hals war steif und krumm,
Nur mühsam dreht ich ihn herum,
Und ach, wie war es rings umher
Auf einmal traurig, öd und leer.

Von Schmetterlingen nichts zu sehn,
Die Blumen, eben noch so schön,
Sämtlich verdorrt, zerknickt, verkrumpelt.
So bin ich seufzend fortgehumpelt,
Denn mit dem Fliegen, leicht und frei,
War es nun leider auch vorbei.

Urplötzlich springt aus einem Graben,
Begleitet vom Geschrei der Raben,
Mir eine Hexe auf den Nacken
Und spornt mich an mit ihren Hacken
Und macht sich schwer wie Bleigewichte
Und drückt und zwickt mich fast zunichte,
Bis dass ich matt und lendenlahm
Zu einem finstern Walde kam.

Ein Jägersmann, dürr von Gestalt,
Trat vor und rief ein dumpfes Halt.
Schon liegt ein Pfeil auf seinem Bogen,
Schon ist die Sehne straff gezogen.

Jetzt trifft er dich ins Herz, so dacht ich,
Und von dem Todesschreck erwacht ich
Und sprang vom Lager ungesäumt,
Sonst hätt‘ ich wohl noch mehr geträumt.

° Wilhelm Busch °