zur Entspannung

Ein schönes und tiefsinniges  Gedicht für jeden Tag im Jahr
Jeder wünscht sich jeden Morgen
irgend etwas – je nachdem.
Jeder hat seit jeher Sorgen,
jeder jeweils sein Problem.

Jeder jagt nicht jede Beute,
jeder tut nicht jede Pflicht.
Jemand freut sich jetzt und heute.
jemand anders freut sich nicht.

Jemand lebt von seiner Feder,
jemand anders lebt als Dieb.
Jedenfalls hat aber jeder
jeweils irgend jemand lieb.

Jeder Garten ist nicht Eden.
Jedes Glas ist nicht voll Wein.
Jeder aber kann für jeden
jederzeit ein Engel sein.

Ja, je lieber und je länger
jeder jedem jederzeit
jedes Glück wünscht, um so enger
leben wir in Ewigkeit.

(James Krüss)

Askese – in Ordnung

Aber man muss auch mal auf Entbehrungen verzichten können. 😉
(Kalenderspruch)
Weg mit den Glückshormonen ! ?
Eine Alternative zur rein körperlichen Selbstkasteiung
kommt jetzt aus dem amerikanischen Silikon Valley,
wo sich immer mehr Bewohner einem „Dopamin-Fasten“ unterziehen
und somit die Ausschüttung jenes körpereigenen Botenstoffes dimmen wollen,
der auch als „Glückshormon“ bekannt ist.
Dafür verzichten die Fastenfreudigen auf jegliche externen Reize,
zumal die des Internets,
die interessanterweise ja gerade von dem Hightech-Standort aus
auf die Menschheit losgelassen werden.
Die besonders Harten
verzichten aber nicht nur auf Smartphone und E-Mail,
sondern auch auf analoge Gespräche und überhaupt
Kontakt mit Partnern,
Familie und Freunden,
um hinterher geistig wieder voll da zu sein.
Das ist prima! 
Denn hellwach und selbstfokussiert
können sie sich dann den Herausforderungen des Alltags stellen
und sich auf Instagram und Facebook ausreichend brillante Gedanken
über das nächste große Verzicht-Dings für das nächste Jahr machen. 😀