Langeweile ?

„Die Zeit wird Ihnen lang.
Wenn man nichts anders tut, als sie sich zu vertreiben,
so muss sie einem notwendig oft zur Last werden“
wusste schon Johann Wolfgang von Goethe 😉

„Erzählen Sie mir in eigenen Worten, was sie bedrängt“,
sagt der Psychologe seinem Patienten.
„Na ja.
Alles fing an, als ich heiratete:
Meine Frau hatte eine erwachsene Tochter, die somit meine
Stieftochter wurde.
Mein Vater kam auf Besuch, verliebte sich in meine Stieftochter und heiratete sie.
So wurde aus meiner Stieftochter gleichzeitig meine Stiefmutter.
Meine Frau bekam einen Sohn.
Aus ihm wurde automatisch der Schwager meines Vaters, weil dies der Stiefbruder der mit meinem Vater verheirateten Stieftochter ist.
Weil der Junge der Bruder meiner Stiefmutter ist, ist er demnach auch mein Onkel.
Die Frau meines Vaters bekam auch einen Sohn.
Dies ist mein Bruder, obwohl ich gleichzeitig sein Opa bin.
Er ist ja der Sohn meiner Stieftochter.
Meine Frau ist meine Oma, da sie die Mutter meiner Stiefmutter ist.
Daraus folgt, dass ich der Enkel meiner eigenen Frau bin.
Wenn man die Tatsache in Betracht nimmt, dass ich mit meiner Großmutter verheiratet bin, bin ich nicht nur der Mann meiner Frau und ihr Enkel,
sondern mein eigener Großvater.

Das bedrängt mich!“
Ein typischer Macho ehelicht eine typische gut aussehende Frau.
Nach der Hochzeitsnacht erklärt er ihr seine Regeln:
„Ich werde Heim kommen, wann ich will und ich will keinen Zoff mit dir.
Ich erwarte mir jeden Abend ein super Essen,
außer wenn ich sage, dass ich nicht Heim komme.
Ich werde jagen, fischen, Karten spielen und saufen mit meinen Kumpels,
wann ich will und wo ich will, also reg dich nicht auf.
Das sind meine Regeln, hast du was dazu zu sagen?“
Seine neue Frau antwortete:
„Nein, für mich ist das ok.
Du musst nur wissen, dass es hier jeden Abend,
punkt sieben Uhr Sex geben wird, ob du hier bist oder nicht!“

Der bessere Weg

Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war,
fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran sie zu untersuchen.
Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück
und der Junge versuchte vergebens sie mit einem Stöckchen herauszuholen.
Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen.
„Das ist falsch“, sagte er, „komm‘ ich zeig‘ dir wie man das macht.“
Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen.
In wenigen Minuten wurde das Tier warm,
steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.
„Menschen sind manchmal wie Schildkröten“, sagte der Mann.
„Versuche niemals jemanden zu zwingen.
Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können.“

(◔‿◔) ist es so ?

Nicht mehr zeitgemäß!?
Langsam und gemächlich schreitet sie um die Straßenecke.
Sie versteckt sich nicht,
auch wenn sie schon wieder von weitem die Silhouetten derer sieht,
die mit dem Finger auf sie zeigen.
Sie weiß genau, es ist lediglich der Neid der sie dazu antreibt
und die Unsicherheit, aber manchmal schmerzt es dennoch.
„Sie ist hochnäsig.” sagten sie.“
„Sie fühlt sich als etwas Besseres.“
behaupteten sie.
In der heutigen Welt ist sie nicht mehr so angesehen wie damals,
das hat sie mittlerweile einsehen müssen.
Aber was hat sie denn nur falsch gemacht?
Sie hatte sich nicht verändert.
Aber die Welt um sie herum hatte sich verändert.
Sie schlich die Straße entlang und schaute in ein Fenster.
Ein Wohnzimmer, die Eltern und ihre zwei Sprösslinge.
Die Kleinen sitzen mit leerem Blick auf dem Boden
und lassen sich von den flimmernden, bunten Bildern unterhalten.
Auf den drei Büchern im Regal türmt sich der Staub.
Sie ist einfach nicht mehr modern,
dabei hatte sie geglaubt zeitlos zu sein.
Plötzlich steht der kleine Junge auf und kommt zu ihr ans Fenster.
Interessiert schaut er ihr in die Augen.
„Wer bist du?“
Überrascht und erfreut über so viel Aufmerksamkeit stutzt sie kurz.
Als sie antworten will, blökt die Mutter des Jungen los:
„Was willst du denn von der?
Komm wieder Fernsehen!
Die Werbung ist zu Ende!“
Mit einem lauten Knall schließt sie das Fenster.
„Ich bin die Intelligenz.“ flüstert sie nur
und schleicht mit hängendem Kopf davon.
Autor: Melanie Geilker ❤ lichen Dank

tierisch unterwegs

war ich gestern… bei herrlichem Wetter ☀ 
und nun hier tierisch zitiert, was ich hab 
fotografiert 😉
Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig,
doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch.
Die Sprache der Tiere ist begrenzt,
aber was sie damit zum Ausdruck bringen,
ist wichtig und nützlich.
(Leonardo da Vinci)
Unbegreiflich groß
ist bei Tieren die gegenseitige Liebe zu den Eltern und Jungen,
weil Gott, ihr Schöpfer,
den Mangel an Vernunft
durch ein Übermaß sinnlicher Gefühle ersetzt hat.
(Basilius von Caesarea)
Ein Sprichwort sagt:
„Wenn es dem Esel zu gut geht,
dann geht er aufs Eis“.

Wenn aber noch kein Eis da ist,
wälzt er sich offensichtlich genüsslich im Dreck… wie man hier auch sieht.😀
Der Löwe ist klug und mutig,
der Fuchs ist schlau,
der Bär ist stark,
das Lamm unschuldig,
der Wolf gefräßig,
und der Esel, ja der gute Esel.
Der hat dumm zu sein,
naiv, störrisch und feige dazu.

(Aesop)

Es war einmal …

ein kleiner Junge
der immer schnell wütend wurde und dann ausrastete.

Da gab ihm sein Vater einen Hammer
und eine große Tüte voller Nägel:
„Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet,
gehst du zu diesem Lattenzaun und schlägst einen Nagel hinein.“Der Junge war damit einverstanden,
auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand.

Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 30 Nägel in den Zaun.
Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug.
Ihm wurde bewusst, dass es einfacher war,
Nägel in den Zaun zu hämmern als auszurasten.

Eines Tages war es schließlich so weit,
dass er überhaupt nicht mehr ausrastete.

Ganz stolz teilte er das seinem Vater mit.
Der Vater nahm ihn bei der Hand
und ging mit ihm zum Zaun:

„Von nun an machen wir es so:
Für jeden Tag, den du nicht ausrastet,
darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“
Der Bub war wieder einverstanden.

Wieder vergingen mehrere Tage,
bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte,
dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind.
Der Sohn freute sich sehr.

Gemeinsam gingen sie zum Zaun.
Der Vater sagte zu ihm:
„Ich bin sehr stolz auf dich.
Das hast du toll gemacht.
Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an,
die die Nägel hinterlassen haben.
Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“

Der Junge stimmte seinem Vater zu.
Der Vater fuhr fort:
„Denk daran,
wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst.
Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel
Spuren im Zaun hinterlassen haben.
Auch wenn du dich entschuldigst,
die Narben bleiben.“
(Autor unbekannt)

zwei Wölfe in dir

Ein alter Cherokee-Indianer
sitzt mit seinem kleinen Enkelkind am Lagerfeuer.

Er sagt:
„Im Leben gibt es zwei Wölfe, die miteinander kämpfen:
Der 1. ist Hass, Misstrauen, Feindschaft, Angst und Kampf.
Der 2. ist Liebe, Vertrauen, Freundschaft, Hoffnung und Friede.“
Der kleine Junge schaut eine Zeit lang ins Feuer und fragt dann:
„Welcher Wolf gewinnt?“
Der alte Indianer schweigt. Nach einer Weile sagt er:
„Der, den du fütterst…!“
Füttere also immer die richtige Seele in dir!

genau so isses!

Einem jeden Recht getan
ist eine Kunst die niemand kann!
Esel.Hanne1

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen.
Der Sohn führte und der Vater saß auf dem Esel.

“Der arme kleine Junge”, sagte ein vorbeigehender Mann.
“Seine kurzen Beine versuchen, mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten.
Wie kann man nur so faul auf dem Esel sitzen, wenn man sieht, dass das Kind sich müde läuft?”

Der Vater nahm sich dies zu Herzen,
stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.

Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme:
“So eine Unverschämtheit!
Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenher läuft.”
Dies tat nun dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.

“Ja, gibt es sowas?”, sagte eine alte Frau.
“So eine Tierquälerei!
Dem armen Esel hängt der Rücken durch und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus.
Der arme Esel!”
Vater und Sohn sahen sich an, stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her.
Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte:
“Wie kann man bloß so dumm sein?
Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?”

Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes.
“Egal, was wir machen”, sagte er,
“es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist.
Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!”
Der Sohn nickte zustimmend.

Eselchen.Hanne

(Aus dem Buch „Der Kaufmann und der Papagei“ von Nossrat Peseschkian.)