nur Gerede ? ;-)

Die Macht der Worte
Ein Nachbar hatte über Herrn Schmidt schlecht geredet
und die Gerüchte waren bis zu Herrn Schmidt gekommen.
Er stellte den Nachbarn zur Rede.
„Ich werde es bestimmt nicht wieder tun“, versprach der Nachbar.
„Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe.“
Herr Schmidt sah den anderen ernst an.
„Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen“, erwiderte er,
„jedoch verlangt jede ungute Tat ihre Sühne.“
„Ich bin gerne zu allem bereit“, sagte der Nachbar zerknirscht.
Herr Schmidt erhob sich, ging in sein Schlafzimmer
und kam mit einem großen Kopfkissen zurück.

„Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus,
das 100 Schritte von meinem entfernt steht“, sagte er.

„Dann schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder zurück,
indem Sie unterwegs immer eine Feder nach links und nach rechts werfen.
Dies ist der Sühne 1. Teil.“ Der Nachbar tat wie ihm geheißen.
Als er wieder vor Herrn Schmidt stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte,
fragte er:
„Und der 2. Teil der Buße?“
„Gehen Sie jetzt den Weg zu Ihrem Haus zurück
und sammeln Sie alle Federn wieder ein.“

Der Nachbar stammelte verwirrt:
„Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln!
Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin.
Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen!
Wie könnte ich sie alle wieder einsammeln?“
Herr Schmidt nickte ernst: „Das wollte ich hören.
Genauso ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen.
Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde und wir wissen nicht, wohin.
Wie kann man sie also einfach zurücknehmen?“

(Verfasser unbekannt)

Schmetterlinge im Februar ?

Diesen offensichtlich ziemlich lädierten Schmetterling, das Pfauenauge
entdeckte ich gestern früh an der Wand in meiner Garage.
Dazu fand ich nun diese sehr schöne kleine Geschichte:

Die Parabel vom Schmetterling
Eines Tages erschien eine kleine Öffnung in einem Kokon;
ein Mann beobachtete den zukünftigen Schmetterling für mehrere Stunden,
wie dieser kämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen.
Dann plötzlich schien er nicht mehr weiter zu kommen.
Es schien als ob er so weit gekommen war wie es ging, aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen konnte. So beschloss der Mann, ihm zu helfen:
Er nahm eine Schere und machte den Kokon auf.
Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus.
Aber er hatte einen verkrüppelten Körper,
er war winzig und hatte verschrumpelte Flügel.

Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete, dass die Flügel sich jeden Moment öffnen und sich ausdehnen würden, um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen.
Aber nichts davon geschah.
Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krabbelnd mit einem stark verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln.
Niemals war er fähig zu fliegen.
Was der Mann in seiner Güte und seinem Wohlwollen nicht verstand, dass der begrenzende Kokon und das Ringen, das erforderlich ist damit der Schmetterling durch die kleine Öffnung kam, der Weg der Natur ist, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern.
Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet
sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht.

Manchmal ist das Ringen genau das, was wir in unserem Leben benötigen.
Wenn wir durch unser Leben ohne Hindernisse gehen dürfen, würde es uns lahm legen.
Wir wären nicht so stark, wie wir sein könnten, und niemals fähig zu fliegen.
(Verfasser unbekannt)