einfach mal so …

ganz nach Loriot (◔‿◔)
Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot,
war einer der größten deutschen Humoristen.
Mit seinen lustigen Zeichnungen, Geschichten und Filmen
begeisterte er ganz Deutschland.
Nahm heute, von einem netten Blogger vor einiger Zeit inspiriert, wieder einmal mein so schönes altes Buch „Loriots Heile Welt“ von 1973 zur Hand.
Hier mal einige seiner schönen, humorvollen Zeichnungen daraus für euch.

Am besten die Collagen vergrößern, um den Text besser lesen zu können.

Loriot widmete sich in seinen Zeichnungen den Menschen und ihren Beziehungen zueinander. Seine Zeichnungen zeigen meist alltägliche Situationen im Familien- oder Arbeitsleben, stets versehen mit kurzen Sätzen wie „Bitte sagen Sie jetzt nichts.“, „Früher war mehr Lametta!“ oder „Das Bild hängt schief“. Damit ließ er dem Leser viel Platz für Interpretationen, es kann also jeder selbst entscheiden, wie er die Aussage des Bildes deutet.

Text Quelle: geo.de GEOLINO>MENSCH

mir reicht’s

nachdem inzwischen so viele Blogger ihre Seiten schlossen,
teils sogar komplett löschten…

verschwinde auch ich nun ziemlich traurig,
auf unbestimmte Zeit

in dem so oft zitierten „Sommerloch“Wenn man Abschied nimmt
geht nach unbestimmt
mit dem Wind wie Blätter wehn.

Singt met Abschiedsleed
dat sich om Fernweh drieht
om Horizonte, Salz un Teer.

Wer singe Püngel schnürt
söök wo’e hinjehührt
hätt wie ne Zochvuel nit nur ei Zohuss.

Man lässt vieles hier
Freund ich danke dir
für den Kuss, den letzten Gruß.

Ich will weitergehn
keine Träne sehn
so ein Abschied ist lang noch kein Tod.

Niemals geht man so ganz
irgendwas von mir bleibt hier
es hat seinen Platz immer bei dir.

Interpret: Trude Herr

teuflisch gerecht

Der Richter und der Teufel
Ein strenger Richter fuhr einmal in die Stadt zum Markt.
Er saß stolz in seinem Wagen und freute sich über jeden, der ihn grüßte.
Unterwegs begegnete ihm auch der Teufel.
„Lass mich ein Stück mitfahren, Richter“, bat der Teufel.
„Komm, setz dich zu mir, Teufel“ sprach der Richter und machte ihm neben sich auf dem Wagen Platz.
Sonst nahm er nie jemanden mit, aber vor dem Teufel hatte auch er Angst.
Darin unterschied er sich nicht von anderen Menschen.
Der Richter dachte sich:
Wenn ich mich mit dem Teufel gut stelle und ihm zu Munde rede, wird auch er mich freundlich behandeln.
Und wer mit dem Teufel auf gutem Fuß steht, der braucht keine Angst vor der Hölle zu haben.
Darum überließ der Richter dem Teufel den breitesten Teil des Sitzes und fuhr dann weiter.
Sie trafen einen Greis, der ein junges Schwein von der Straße fortjagte.
„Der Teufel soll dich holen, du verrücktes Ferkel“, schrie er dabei und drohte ihm mit der Faust.
„Hol dir doch schnell diesen Braten“, meinte der Richter zum Teufel und wollte ihn damit loswerden.
„Ach, nein“ schüttelte der Teufel den Kopf.
„Der Alte hat es ja nicht so wörtlich gemeint. Man benutzt meinen Namen oft zum Fluchen“.
Sie fuhren weiter, und ein kleines Mädchen lief ihnen über den Weg.
Sie hätten es beinahe überfahren.
Die Mutter erwischte es rechtzeitig und zog es schnell von der Straße.
„Der Teufel soll dich holen, du dummes Ding“ schrie sie zornig und gab der Unvorsichtigen einen Backenstreich.
„So nimm dir doch dieses Kind, wenn es dir die Mutter geben will“, sagte der Richter zum Teufel.
„Aber keine Mutter meint das wörtlich“, entgegnete der Teufel, und er musste es wissen.
Sie fuhren weiter und trafen ein altes Weiblein, dem hatte der strenge Richter vor kurzem die Ziege fortgenommen, weil sie auf der Gemeindewiese weidete.
Als ihn das alte Weiblein sah, drohte es ihm mit der Faust:
„Der Teufel soll dich holen Richter, denn du bist ein Feind der armen Leute!“
„Diesmal hat es das alte Weiblein wörtlich gemeint“,lachte der Teufel schadenfroh,
packte den Richter beim Kragen und schleppte ihn in die Hölle.

Dort schmort er heute noch!
(aus Schweden)
Quelle: Mein sehr schönes altes Vorlesebuch
„Sandmännchens Reise durchs Märchenland“
von Heinz Görz

Um über andere zu urteilen und sie zu verurteilen,
musst du ein Heiliger sein!
(Sprichwort)

ein Lächeln für dich ツ

Revolution der Liebe...hanneEs war ein kleines Lächeln, das machte sich auf den Weg,
um zu sehen, ob es nicht jemanden fände, bei dem es wohnen könnte.

Es traf ein kleines Augenzwinkern, das auch nicht viel größer war.

Sofort fühlten die Beiden sich zueinander hingezogen.
Sie gaben sich die Hand und gingen gemeinsam weiter.

Sie waren noch nicht sehr weit gegangen,
da trafen sie zwei kleine Lachfältchen.

Die fragten wohin der Weg ginge und gingen mit.

Da kamen sie in einen großen Wald und unter einem Baum sahen sie eine alte Frau sitzen, die alleine war und sehr traurig aussah!

Die Vier verständigten sich kurz und guckten,
ob die Frau noch Platz für sie hätte.

Heimlich und lautlos versteckten sich die zwei Lachfältchen und das Augenzwinkern unter den Augen und das Lächeln
krabbelte in die Mundwinkel der Frau.

Da kitzelte es die alte Frau, sie stand auf und merkte plötzlich, dass sie nicht mehr traurig war und sie ging hinaus aus dem Wald auf eine große Wiese, wo es hell und warm war.

Dem ersten Menschen den sie traf schenkte sie befreit ein kleines, klitzekleines Lächeln
und zwinkerte dabei mit den Augen,
und die Lachfältchen fühlten sich richtig wohl!

Lächelwunder.Hanne

unser Herz

wassertropfenDie Blume fragt nicht, für wen sie blühen soll,
sie blüht.
Der Vogel fragt nicht, wer ihm zuhört,
er singt.
Der Baum fragt nicht, wer seine Früchte pflücken wird,
er bringt Frucht.
Die Natur fragt nicht,
sie lebt !

Nur wir Menschen fragen immer wieder
nach dem Warum, Wofür, Wozu.Herz frei_nachdenklich.hanneErst wenn wir unser Herz
von diesen vielen Fragen frei machen können,
haben Freude, Vertrauen und Hoffnung darin Platz:
Erst dann können wir leben – ganz einfach leben.

(Irmgard Erath)

Was die Seele braucht

lightrose.hanne

Sie braucht einen Platz,
auf dem sie steht –

Sie braucht einen Freund,
der mit ihr geht.

Sie braucht ein Tun,
das sie täglich erfreut –

Sie braucht die Stille, Besinnlichkeit.

Sie braucht Musik, die empor sie hebt –

Sie braucht Freude, solang´ sie hier lebt.montanzpaar.gif

Sie braucht den Fortschritt, das Wachstum, den Geist –

Sie braucht ein Lied, das Vollkommenheit heißt.

Sie braucht der Liebe wärmendes Kleid –

Sie braucht den Frieden, die Heiterkeit.

Sie braucht eine Zeit, die dem Schöpfer sie weiht –
Zum Horchen und Ahnen der Ewigkeit.

(Unbekannt)