Lektionen im Leben

Die wichtigsten Lektionen,
die wir im Leben immer und immer wieder durchmachen müssen:
Leben und leben lassen,
Liebe und loslassen,
Menschen sterben,
Freundschaften zerbrechen und Liebe erfriert.
Einfach so…
Man steht machtlos daneben und muss den Dingen seinen Lauf lassen,
es hinnehmen, daran wachsen.
Manche Menschen kann man ohne weiteres loslassen,
sie hinterlassen nicht einmal eine Lücke
und man vermisst sie auch nicht mehr,
wenn man sie erst einmal aus seinem Leben gestrichen hat.
Doch dann gibt es diese Menschen,
die eine Spur in deinem Herzen hinterlassen,
die einen nie mehr loslassen
und die man auch nie ganz loslassen möchte.
Die Menschen, die in deinen Erinnerungen
immer einen sicheren Platz behalten,
ganz gleich ob sie verstorben
oder nur einfach nicht mehr greifbar sind …
eben Menschen, die deine Geschichte prägen.

Blind ist …
wer das Gute im Menschen nicht sehen will.
Stumm ist …
wer zur rechten Zeit nichts Liebevolles sagen kann.
Arm ist …
wer sein Herz nicht öffnen kann.
Reich ist …
wer seine Herzenswärme mit anderen teilt …

Kommt alle gut und vor allem auch gesund in das Neue Jahr

der innere Frieden

… ist etwas, wonach wir Menschen streben sollten.
Ruhe und Muße in sich selbst finden,
unabhängig von äußeren Umständen zu werden –
das wäre so schön, für alle.
Wer andere erkennt, ist gelehrt.
Wer sich selbst erkennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Muskelkraft.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.
Wer zufrieden ist, ist reich.
Wer seine Mitte nicht verliert,
ist unüberwindlich.

(Laotse)

der Traum

auf der suche nach meinen träumen.jpgIch schlief
Da hatt‘ ich einen Traum.

Mein Ich verließ den Seelenraum.
Frei vom gemeinen Tagesleben,
Vermocht ich leicht dahinzuschweben.
So, angenehm mich fortbewegend,
Erreicht ich eine schöne Gegend.

Wohin ich schwebte, wuchs empor
Alsbald ein bunter Blumenflor,
Und lustig schwärmten um die Dolden
Viel tausend Falter, rot und golden.

Ganz nah auf einem Lilienstengel,
Einsam und sinnend, saß ein Engel,
Und weil das Land mir unbekannt,
Fragt ich: Wie nennt sich dieses Land?

Hier, sprach er, ändern sich die Dinge.
Du bist im Reich der Schmetterlinge.
Ich aber, wohlgemut und heiter,
Zog achtlos meines Weges weiter.

Da kam, wie ich so weiter glitt,
Ein Frauenbild und schwebte mit
Als ein willkommenes Geleite,
Anmutig lächelnd mir zur Seite,
Und um sie nie mehr loszulassen,
Dacht ich die Holde zu umfassen;
Doch eh ich Zeit dazu gefunden,
Schlüpft sie hinweg und ist verschwunden.

Mir war so schwül.
Ich musste trinken.

Nicht fern sah ich ein Bächlein blinken.

Ich bückte mich hinab zum Wasser.
Gleich fasst ein Arm, ein kalter, blasser,
Vom Grund herauf mich beim Genick.
Zwar zog ich eilig mich zurück,
Allein der Hals war steif und krumm,
Nur mühsam dreht ich ihn herum,
Und ach, wie war es rings umher
Auf einmal traurig, öd und leer.

Von Schmetterlingen nichts zu sehn,
Die Blumen, eben noch so schön,
Sämtlich verdorrt, zerknickt, verkrumpelt.
So bin ich seufzend fortgehumpelt,
Denn mit dem Fliegen, leicht und frei,
War es nun leider auch vorbei.

Urplötzlich springt aus einem Graben,
Begleitet vom Geschrei der Raben,
Mir eine Hexe auf den Nacken
Und spornt mich an mit ihren Hacken
Und macht sich schwer wie Bleigewichte
Und drückt und zwickt mich fast zunichte,
Bis dass ich matt und lendenlahm
Zu einem finstern Walde kam.

Ein Jägersmann, dürr von Gestalt,
Trat vor und rief ein dumpfes Halt.
Schon liegt ein Pfeil auf seinem Bogen,
Schon ist die Sehne straff gezogen.

Jetzt trifft er dich ins Herz, so dacht ich,
Und von dem Todesschreck erwacht ich
Und sprang vom Lager ungesäumt,
Sonst hätt‘ ich wohl noch mehr geträumt.

° Wilhelm Busch °