Beispielhaft !

Wie viele kleine Dinge und Gesten
Großes und Wunderbares bewirken können. 😉
Einmal zog ein Vagabund mit seinem Plunder in ein Dörfchen.
Er klopfte am nächstgelegenen Haus.
“Es gibt in der ganzen Gegend nichts mehr zu essen“,
teilte man ihm mit, bevor er überhaupt den Mund aufmachen konnte.
„Oh, ich habe alles, was ich brauche“, winkte er ab,
„Ich will eine Steinsuppe kochen und bräuchte nur einen Topf.
Ihr seid alle eingeladen!“
Zögernd gab man ihm einen Topf.
Er füllte ihn mit Wasser und machte ein Feuer darunter.
Dann holte er einen braunen Stein aus seiner Tasche
und legte ihn ins Wasser.

Mittlerweile waren alle Dörfler neugierig erschienen.
„So“, sagte der Vagabund zu sich selbst,
“ich liebe diese Steinsuppe.
Ich hatte auch schon mal eine Steinsuppe mit Kohl,
die war natürlich kaum noch zu übertreffen.“
„Hmmm“, meinte eine alte Frau,
„so einen Kohl hätt ich noch“, und holte ihn herbei.
Der Metzger brummte: „Was ist schon Kohl ohne Fleisch?“
„Und Kartoffeln“, rief eine andere Frau,
„in eine Suppe gehören doch auch Kartoffeln!
Ein paar müsste ich noch haben.“
Zwiebeln tauchten auf, Möhren und Pilze –
die Suppe dampfte und roch so gut,
dass allen das Wasser im Mund zusammenlief.
Schließlich saßen sie beisammen, aßen gemeinsam
und es wurde ein richtiges Fest.
(Verfasser leider unbekannt)

einfach mal so

… sacken lassennervennahrung
Eine ältere Dame steht im Selbstbedienungsrestaurant in der Schlange
und holt sich eine Terrine Erbsensuppe.
Am Tisch stellt sie fest, dass die Wurst fehlt.
Sie stellt die Terrine ab und reklamiert an der Theke.
Selbstverständlich bekommt sie einen Teller mit der fehlenden Wurst.

Wieder zurück, sieht sie,
dass an ihrem Tisch ein Schwarzer sitzt und ihre Erbsensuppe probiert.

Die alte Dame überlegt: ‚Was tun?‘

Weil sie sich keinesfalls in den Verdacht
der Ausländerfeindlichkeit bringen will,
setzt sie sich zu dem Schwarzen an den Tisch.

Sie zerteilt die Wurst in kleine Stücke,
die sie je zur Hälfte
dem jungen Farbigen in die Suppenterrine
und sich in den Teller füllt.

Dann holt sie sich noch einen zweiten Löffel und eine Kelle,
füllt sich Suppe in ihren Teller,
und beide essen gemeinsam den Erbseneintopf.

Der junge Mann lacht, steht zwischendurch auf
und besorgt zwei Glas Bier.

Man prostet sich zu,
und nach einem gemeinsamen Kaffee
verabschiedet der junge Mann sich höflich.

Ein wenig trauert die alte Dame ihm nach.

Sie will jetzt auch gehen und langt nach ihrer Handtasche.
Doch die ist verschwunden!

Um Himmels willen. Ein Dieb?

Nach verzweifelter Suche findet sich endlich die Tasche –
am Nachbartisch.

Und da steht auch die Terrine mit ihrer Erbsensuppe.

Und langsam beginnt die alte Dame zu begreifen…