am Ende

… zählen nur die Menschen,
denen man auf die Frage „Alles okay bei dir?“
mit der Wahrheit antwortet.
Am Ende
werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern,
sondern an das Schweigen unserer Freunde.
(Martin Luther King)

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Menschliche Gefühle

Es wird erzählt
dass alle Gefühle und Qualitäten des Menschen einmal ein Treffen hatten.
Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn vor:
„Lasst uns Verstecken spielen.“
Die Intrige hob die Augenbraue und die Neugierde fragte:
„Verstecken, was ist denn das?“

„Das ist ein Spiel.“ sagte der Wahnsinn.
„Ich schließe meine Augen und zähle von 1 bis 1.000.
Inzwischen versteckt Ihr Euch.
Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der Letzte, den ich finde, meinen Platz einnehmen, um das Spiel fortzusetzen.“

Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude.
Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat, um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst an nichts Interesse zeigte, machte mit.
Aber nicht alle wollten mitmachen:
Die Wahrheit bevorzugte es sich NICHT zu verstecken, wozu auch?
Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich nur, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog es vor, nichts zu riskieren.

„Eins, zwei, drei,…“, der Wahnsinn begann zu zählen.

Als Erstes versteckte sich die Trägheit, die sich hinter den ersten Stein fallen ließ, und die Eifersucht versteckte sich im Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen.

Die Großzügigkeit schaffte es kaum, sich selber zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie fand glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben.
Ein kristallklarer See war ein wunderbares Versteck für die Schönheit.
Eine dunkle Höhle, das war ein perfektes Versteck für die Angst.
Ein Windstoß war großartig für die Freiheit.
So versteckte sie sich letztlich selbst auf einem Sonnenstrahl.

Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort,
luftig und gemütlich, aber nur für ihn.

Die Lüge versteckte sich auf dem Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen).
Die Leidenschaft und das Verlangen im Zentrum der Vulkane.
Die Vergesslichkeit…, ich habe vergessen, wo sie sich versteckte, aber das ist auch nicht so wichtig.

Als der Wahnsinn „999“ zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden.
Alle Plätze schienen besetzt zu sein, bis sie den Rosenstrauch entdeckte und gerührt beschloss, sich in der Blüte zu verstecken.
„1000“, zählte der Wahnsinn und begann zu suchen.

Die Erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt.
Das Verlangen und die Leidenschaft hörte man im Vulkan vibrieren.
In einem unachtsamen Moment fand der Wahnsinn die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph.
Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck heraus, das sich als Bienennest entpuppt hatte.

Vom vielen Laufen bekam der Wahnsinn Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit.
Mit dem Zweifel war es noch einfacher, ihn entdeckte er auf einem Zaun sitzend, weil er sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte.
So fand er einen nach dem anderen, das Talent im frischen Gras und die Angst in einer dunklen Höhle.
Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.

Der Wahnsinn suchte sie überall.
Auf jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen.
Er fuhr durch die Rosen, hörte einen Aufschrei und wusste sofort:
Sie war zwar gefunden, aber er hatte sie getroffen und böse verletzt.

Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gutmachen konnte. Er weinte und entschuldigte sich und er versprach ihr, nicht mehr so grob mit ihr umzugehen.

„Ach Wahnsinn“, sagte die Liebe.
„Du weißt nur zu gut, dass Du gar nicht zart sein kannst.
Wie oft haben wir schon Spiele miteinander gemacht, und immer wieder ist es mit Dir durchgebrochen.
Ich bin dir nicht böse.
Auch das weißt Du.
Abgesehen davon mildere ICH deine Grobheiten ja immer wieder ab.“

„Ja, liebe Liebe“, das weiß ich alles.
Dennoch tut es mir leid.
Könntest Du mich nicht IMMER begleiten?“

„Wahnsinn, auch das hast Du mich schon sooo oft gefragt“, sagte die Liebe.
„Mal lässt Du es eine Weile zu, dann wieder nicht mehr.
Aber Du weißt:
Solange Du mich nicht wieder weg schickst, bleibe ich Dir gerne treu zur Seite.“

Die Liebe drehte sich um und sah alle Mitspielenden an.
„Das gilt natürlich für Euch alle.“

Aber sie wusste:
Auch diese wollen sie nicht immer dabei haben.
Manche hassten sie sogar.

Bitte beachten ღ

Sprich nie Böses von einem Menschen,
wenn du es nicht gewiss weißt!
Und wenn du es gewiss weißt,
so frage dich:
Warum erzähle ich es?
(Johann Kaspar Lavater)

Die drei Siebe des Sokrates
Wahrheit – Güte – Notwendigkeit
Ist es wahr – ist es gut – ist es notwendig?
Eines Tages
kam ein Mann zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
„Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund….“
„Halt ein“ unterbrach ihn der Philosoph.
„Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?“
„Drei Siebe? Welche?“ fragte der andere verwundert.
„Ja! Drei Siebe!
Das erste ist das Sieb der Wahrheit.
Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?“
„Nein, ich hörte es erzählen, und…“
„Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft.
Ist das, was du mir erzählen willst –
wenn es schon nicht wahr ist – wenigstens gut?“
Der andere zögerte.
„Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil…..“
„Nun“, unterbrach ihn Sokrates.
„So wollen wir noch das dritte Sieb nehmen
und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen,
was dich so zu erregen scheint.“

„Notwendig gerade nicht….“
„Also“, lächelte der Weise,
„wenn das, was du mir eben sagen wolltest,
weder wahr noch gut noch notwendig ist,
so lass es begraben sein
und belaste weder dich noch mich damit.“

zum Valentinstag

„Die besten und schönsten Dinge auf dieser Welt
kann man weder sehen noch berühren,
sondern nur im Herzen spüren.“
(Helene Keller)

Heilkraft der Liebe
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Glaube ohne Liebe macht fanatisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttätig
Wahrheit ohne Liebe macht kritisch
Besitz ohne Liebe macht geizig
Leben ohne Liebe macht krank.

Seid und bleibt also bitte alle
liebevoll im miteinander
und vor allem gesund!

nach Treppensturz

ausnahmsweise mal etwas Politik,
weil leider auch die  Realität

August 2017:
Zwei dumme Männer mit lächerlichen Frisuren
drohen sich gegenseitig mit Atomwaffen.
Hühnerställe werden mit verbotenen
Insektiziden desinfiziert.
Regierungen dementieren erst,
dass überhaupt was passiert ist
und rücken dann Dotter für Dotter
mit der Wahrheit heraus.
Dieselautos sind jetzt „puh“,
aber die Besitzer sollen sich
mit Umtauschprämien neue kaufen.
Man könnte den Irrsinn auf Hitzestich schieben,
wenn der Sommer nicht gerade
eine Pause eingelegt hätte.
Vielleicht will er uns damit ja aber sagen,
dass eine geistige Eiszeit begonnen hat? 😯„Heute ist invierno (Winter)
und nicht estate (Sommer)“
begrüßt mich auch der nette Herr,
der mir in meinem Lieblings-Cafe
immer meinen Cappuccino serviert.
Und wünscht mir gerade deshalb
einen besonders schönen Tag.
Das wärmt zumindest die Seele,
auch wenn derzeit Winter statt Sommer
im August herrscht.

Daher an alle meine lieben Leser
die auch von Sonne träumen, mal aufbauende Worte:
Der Regen vergeht, und Sommer ist eh,
was in deinem Kopf passiert! 🙂 ☀ 

Gesichter

Es gibt Gesichter, die jedes Mal, wenn sie auftauchen,
wieder etwas Neues mitbringen,
etwas, das man bis dahin noch nicht an ihnen bemerkt hat,
auch wenn man ihnen hundertmal begegnet ist.
(Fjodor Michailowitsch Dostojewskij)
Es gibt Millionen Gesichter der Wahrheit,
aber nur eine Wahrheit!
(Hermann Hesse)