Wahrheit und Liebe

Mal wieder eine kleine Geschichte im Advent zum Nachdenken Die Wahrheit zog traurig durchs Land:
„Die Menschen haben Sehnsucht nach mir.
Aber wenn ich komme und durch ihre Straßen gehe,
bekommen sie Angst und flüchten in ihre Häuser.“
Eines Tages traf die Wahrheit die Liebe.
Sie war in ein buntes, warmes Kleid gehüllt, und die Leute liefen ihr nach
und luden sie zu sich in ihre Häuser ein.
Die Liebe sah die Wahrheit so traurig und verbittert stehen und sprach sie an:
„Sage mir, gute Freundin Wahrheit, warum bist du so betrübt?“
„Ach, es geht mir nicht gut“, antwortete die Wahrheit.
„Ich bin alt, und die Leute wollen mich nicht in ihr Leben lassen.“
„Nicht weil du alt bist, mögen dich die Leute nicht leiden.
Ich bin auch sehr alt, und die Menschen lieben mich immer noch.
Du bist den Menschen unheimlich, weil du so nackt bist.
Kleide dich mit meiner Wärme und Farbenpracht.
Lege um deinen Schatz der Wahrheit den Mantel der Liebe,
und die Menschen werden dich willkommen heißen.
Die nackte Wahrheit ist für die Menschen ebenso furchtbar
wie eine unehrliche Liebe.
Wir beide brauchen einander.
Denn eine aufrichtige Liebe und eine liebevolle Wahrheit
sind Quellen des Lebens und der Freude.“
Die Wahrheit befolgte den Rat der Liebe.
Seitdem sind beide bei den Menschen willkommen.
(Axel Kühner)

das Leben ist …

wie eine Reise im Zug
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei anderen.
Wenn wir geboren werden, und in den Zug einsteigen treffen wir Menschen, von denen wir glauben, dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden:
unsere Eltern.

Leider ist die Wahrheit eine andere.
Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung,
ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.
Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde und diese wunderbaren Menschen,
die wir lieben.

Manche der Personen die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.
Und es gibt wieder andere im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen,
die es brauchen.

Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht…
Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt..
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben, sich in einen anderen Wagon setzen. Und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.
Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühsal auf uns zu nehmen, sie zu suchen und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen. Leider können wir uns dann doch nicht zu ihnen setzen, da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
Macht nichts, so ist die Reise: voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden… aber ohne Rückkehr.
Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise.
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut auszukommen,
und suchen wir das Beste in jedem von ihnen…
Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten schwanken kann und möglicherweise unser Verständnis braucht.
Auch wir werden öfter schwanken und es wird jemanden geben, der uns versteht.
Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden, und genauso wenig, wann unsere Mitreisenden aussteigen werden,
nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.
Ich glaube, ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem Zug für immer aussteige… Ich glaube ja. Die Trennung von einigen Freunden, die ich während der Reise traf,
wird schmerzhaft sein.

Meine Kinder allein zu lassen, wird sehr traurig sein.
Aber ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt,
und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck,
das sie beim Einsteigen noch nicht hatten.

Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass ich mitgeholfen habe,
ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.

Meine Freunde, schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben
und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen,
der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterlässt.
(Verfasser Unbekannt)

Bei uns sind zur Zeit Ferien und Familie geht natürlich  immer vor...

Poesie ist Wahrheit

die in Schönheit wohnt
(Robert Gilfillan)
Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.
Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.
(Joachim Ringelnatz)

Gedanken …

festhalten oder loslassen ! ?
Wenn wir an einem Gedanken festhalten, bedeutet das,
dass wir ihn für wahr halten.
Wenn wir ihn nicht prüfen, gehen wir davon aus,
dass es wahr ist, obwohl wir das niemals wissen können.
Wenn wir daran festhalten, können wir nicht erkennen,
dass wir bereits Wahrheit sind.
Wir halten nicht an Dingen fest.
Wir halten an unsere Geschichten über Dinge fest.
(Byron Katie)
Klingt logisch, gelle

endlich Urlaub ☀

… in greifbarer Nähe …
unter der Sonne Andalusiens, am schönen blauen Meer


Erforsche die Welt,
denn es gibt keinen anderen Weg,
der Wahrheit auf die Spur zu kommen.
(Seneca)
Der Sinn des Reisens besteht darin,
die Vorstellungen mit der Wirklichkeit auszugleichen,
und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten,
sie so zu sehen, wie sie sind.
(Samuel Johnson)

Lasst es euch auch möglichst gut gehen
und bis denne wieder…

Das Denken

… muss sich für die Verbindungswege
zwischen den Vorstellungen interessieren,
ohne sich durch die Intensitäten derselben
beirren zu lassen.
(Sigmund Freud)
Alles im Leben ist ein Rätsel.
Wir alle nehmen flüchtig Gesichter wahr,
Orte und Bruchstücke der Wahrheit.
Unser Leben ist davon bestimmt,
wie wir alles zusammensetzen.
(aus „Der geheimnisvolle Code“)

aber
Wie manche Menschen es schaffen
sich selbst zu ertragen,
wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben.
Mein internetter Weg endet erst einmal hier…
Denn noch immer ist ein Blogger, nicht nur in seinem Blog  auf Streit mit mir aus,
um sein offensichtlich armseliges Dasein damit zu beleben,
was ich mir ganz bestimmt nicht weiterhin antun werde und auch nicht muss.

Alles Liebe und Gute wünsche ich allen, die mir wirklich gut gesonnen und wertvoll sind!

so ist es ! ;-)

Keiner von uns
kommt lebend hier raus.
Also hört auf
euch wie ein Andenken zu behandeln.
Esst leckeres Essen.
Spaziert in der Sonne.
Springt ins Meer.
Sagt die Wahrheit
und tragt euer Herz auf der Zunge.
Seid albern.
Seid freundlich.
Seid komisch.

Für nichts anderes ist Zeit.
(Sir Philip Anthony Hopkins)

Kinderaugen …

nicht nur zur Weihnachtszeit
leuchtend und ehrlich
zur Freude bereit.
Kinderaugen sprechen Bände,
nicht schwer, wenn man will –
sie auch gut zu verstehen.
Kinderaugen reinen Herzens,
die Quelle des Lebens,
tief und so klar einzusehen.
Kinderaugen können trennen,
was gut und was böse
aus ungetrübter Sicht.
Kinderaugen sagen die Wahrheit,
denn nichts trübt ihren
noch so klaren Blick.
Bewahre ihnen diese Klarheit
denn dann bewahrst du Kinderglück,
das dir dereinst in spätem Alter,
gibt etwas von vergessener Freude
zurück.
Nimm ein Kind an die Hand
und lass dich führen.
Betrachte die Steine, die es aufhebt
und höre zu, was es dir erzählt.
Zur Belohnung zeigt es dir die Welt,
die du längst vergessen hast.

Worte

sind wie Chamäleons,
welche die Farbe ihrer Umgebung reflektieren.
Der Mensch ist am wenigsten er selbst,
wenn er in eigener Person spricht.
Gib ihm eine Maske, und
er sagt die Wahrheit.
(Oscar Wilde)
Und manchmal
sind es nicht die Menschen, die sich ändern,
vielleicht sind es einfach nur die Masken, die fallen …