mal eine Geschichte

… zum nachdenken 😉
Große Aufregung im Wald!
Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste.
Alle fragen sich, wer denn nun da draufsteht.
Als Erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen,
geht zum Bären und fragt ihn:

„Entschuldige Bär, eine Frage: Steh ich auch auf deiner Liste?“
„Ja“, sagt der Bär, „du stehst auch auf meiner Liste.“
Voller Angst dreht sich der Hirsch um und läuft weg.
Und tatsächlich, nach zwei Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.
Die Angst bei den Waldbewohnern steigt immer mehr
und die Gerüchteküche auf die Frage, wer denn nun auf der Liste steht, brodelt.
Das Wildschwein ist das nächste Tier, dem der Geduldsfaden reißt
und darauf den Bären aufsucht, um ihn zu fragen,
ob es auch auf der Liste stehen würde.

„Ja, auch du stehst auf meiner Liste“, antwortet der Bär.
Verschreckt verabschiedet sich das Wildschwein vom Bären.
Auch das Wildschwein fand man nach zwei Tagen tot auf.
Nun bricht Panik bei den Waldbewohnern aus.
Nur das Häschen traut sich noch zum Bären.
„Hey Bär, steh ich auch auf deiner Liste?“
„Ja, auch du stehst auf meiner Liste!“
„Kannst du mich da streichen?“
„Ja klar, kein Problem!”

Und was können wir vom Häschen lernen?
Es ist nicht nur wichtig, dass man Fragen stellt,
sondern wie man die richtige Frage stellt
und das im passenden Moment.

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Novemberblues?

Das muss nicht sein! 😉
N  ebelschleier über den Feldern
O  ffen noch Bäche, Flüsse und Seen
V  erblüht längst die Rosen
E  s locken die Wälder
M it erholsamer Stille
B  eruhigend und schön.
 rinnern an sehr schöne Zeiten
R  uhe genießen, Balast abwerfen …
H itze vorbei
E twas mehr Zeit
R uhe – befreit
B unt der Wald und Flur
S chöne Gedanken nur
r ä u m e n

Nicht jeder ist humorlos

… nur weil er nicht lacht 😉schnecke_wald-hanne Es wird Frühling
und im Wald sind alle Tiere guter Laune,
nur die Schnecke nicht.
gemischt_0178Der Bär beschließt:
„Wer die Schnecke nicht aufmuntern kann,
muss den Sommer bei den Menschen verbringen
und wird dann wohl Weihnachten in deren Kochtopf landen.
„Der Hase erzählt als Erster einen Witz.hase_0061
Der ganze Wald lacht sich schief,
aber die Schnecke verzieht keine Miene.
duck555r Genauso ergeht es der Ente.
Dann traut sich der Frosch.blinkfrosch
Er fängt an zu erzählen, bis die Schnecke plötzlich lacht und lacht.
„Ich bin doch noch gar nicht fertig“, meint der Frosch.
Darauf die Schnecke:
back2gross„Nee, aber der Witz vom Hasen war genial!“

kleine Weihnachtsgeschichte

wichtelfenster-hanne Der kleine Wichtel         war schon alt, sehr alt und er hatte schon viele Weihnachten erlebt.

Früher, als er noch jung war, ist er oft in der Adventszeit in das Dorf gegangen und überraschte die Menschen mit kleinen Geschenken.

Er war lange nicht mehr im Dorf gewesen. Aber in diesem Jahr wollte der kleine Wichtel wieder einmal die Menschen besuchen.

So machte er sich schließlich auf den Weg, setzte sich vor das große Kaufhaus der nahegelegenen Stadt und beobachtete still und leise das rege Treiben
der vorbei eilenden Menschen.

Die Menschen suchten Geschenke für ihre Familien und Freunde.

Die meisten Menschen kamen gerade von der Arbeit
und hetzten eilig durch die Straßen.

Die Gedanken des kleinen Wichtels wanderten zurück zu jener Zeit, wo es noch keine elektrischen Weihnachtsbeleuchtungen gab und er überlegte, ob die Menschen damals auch schon mit vollen Tüten durch die Straßen geeilt sind?

Nun, die Zeiten ändern sich, dachte der kleine Wichtel und schlich unbemerkt aus der überfüllten Stadt hinaus, zu dem alten Dorf, wo er früher immer gerne gewesen ist.

Er hatte genug von hetzenden Menschen, die scheinbar keine Zeit hatten.

Ist die Adventszeit nicht eine ruhige und besinnliche Zeit?

So kam er an das alte Haus in dem schon viele Menschen gewohnt hatten.
Früher war dieses Haus sein Lieblingshaus gewesen.

Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab und die Menschen ihr Haus
mit Kerzen erleuchteten.

Er erinnerte sich, dass sie auch keine Heizung hatten und die Menschen Holz ins Haus schafften, um es warmzuhalten.

Er sah damals während der Adventszeit immer wieder durch das Fenster und beobachtete jedes Jahr dasselbe.

An manchen Abenden sah er die Mutter und Großmutter Plätzchen backen. Der Duft strömte durch das ganze Haus und drang sogar zu ihm nach draußen.

Der Vater und der Großvater machten sich auf, um im Wald einen Weihnachtsbaum zu schlagen und ihn mühevoll nach Hause zu bringen.

Es war kalt und sie freuten sich beim Heimkommen auf den warmen Tee,
den die Mutter gekocht hatte.

Oftmals saßen die Menschen zusammen, um gemeinsam zu singen und der Großvater erzählte den Kindern spannende Geschichten.

Die Kinder konnten es kaum erwarten, bis die Großmutter auf den Speicher stieg, um die Weihnachtskiste zu holen, denn das tat sie immer erst kurz vor Weihnachten.

In dieser Kiste gab es viel zu entdecken.

Sterne aus Stroh, Kerzen, Engel mit goldenem Haar und viele andere kostbare Dinge.

Aber das war schon lange her und es war eine andere Zeit.

Eine Zeit des gemeinsamen Tuns, eine Zeit miteinander, eine Zeit füreinander.

Von seinen Gedanken noch ganz benebelt, sah der kleine Wichtel auch heute durch das Fenster des alten Hauses und entdeckte die Familie, wie sie gemeinsam um den Adventskranz saß und der Vater den Kindern eine Geschichte vorlas.

Nanu, dachte der kleine Wichtel, eine Familie, die nicht durch die Straßen hetzt. Menschen die Zeit miteinander verbringen und die ihr Haus mit Kerzen erleuchten.

Ja, heute ist eine andere Zeit,
aber auch heute finden Menschen wieder füreinander Zeit.

Dem kleinen Wichtel wurde es ganz warm ums Herz
und er schlich leise und unbemerkt dorthin, woher er gekommen war.denke-an-dich

 

ein Lächeln für dich ツ

Revolution der Liebe...hanneEs war ein kleines Lächeln, das machte sich auf den Weg,
um zu sehen, ob es nicht jemanden fände, bei dem es wohnen könnte.

Es traf ein kleines Augenzwinkern, das auch nicht viel größer war.

Sofort fühlten die Beiden sich zueinander hingezogen.
Sie gaben sich die Hand und gingen gemeinsam weiter.

Sie waren noch nicht sehr weit gegangen,
da trafen sie zwei kleine Lachfältchen.

Die fragten wohin der Weg ginge und gingen mit.

Da kamen sie in einen großen Wald und unter einem Baum sahen sie eine alte Frau sitzen, die alleine war und sehr traurig aussah!

Die Vier verständigten sich kurz und guckten,
ob die Frau noch Platz für sie hätte.

Heimlich und lautlos versteckten sich die zwei Lachfältchen und das Augenzwinkern unter den Augen und das Lächeln
krabbelte in die Mundwinkel der Frau.

Da kitzelte es die alte Frau, sie stand auf und merkte plötzlich, dass sie nicht mehr traurig war und sie ging hinaus aus dem Wald auf eine große Wiese, wo es hell und warm war.

Dem ersten Menschen den sie traf schenkte sie befreit ein kleines, klitzekleines Lächeln
und zwinkerte dabei mit den Augen,
und die Lachfältchen fühlten sich richtig wohl!

Lächelwunder.Hanne

von Menschenhand

Die WeltMenschenhand_zeit.hanne

bedacht auf plattem Nutzen,
sucht auch die Seelen auszuputzen.
Das Sumpfentwässern, Wälderroden,
schafft einwandfreien Ackerboden,
und schon kann die Statistik prahlen
mit beispiellosen Fortschrittszahlen.
Doch langsam merken’s auch die Deppen,
die Seelen schwinden und versteppen,
denn nirgends mehr so weit man sieht,
gibt es ein Seelenschutzgebiet.
Kein Wald, drin Traumes Vöglein sitzen,
kein Bach, drin Frohsinns Fischlein blitzen,
kein Busch, im Schmerz sich zu verkriechen,
kein Blümlein, Andacht rauszuriechen,
nichts als ein ödes Feld mit Leuten,
bestellt, es restlos auszubeuten.
Drum wollt ihr nicht zugrunde gehen:
Lasst noch ein bisschen Wildnis stehen.

(Eugen Roth)

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