alles andere…

als von gestern
lautet das Motto einer sehr interessanten Dauerausstellung,
die ich Anfang Januar in Fürth besuchte.

Ludwig Erhard kennenlernen, Zeitgeschichte entdecken
und Soziale Marktwirtschaft erleben!

Die 1.400 Quadratmeter große Dauerausstellung mit über 50 Medienstationen beginnt im Geburtshaus Ludwig Erhards, wird im Neubau weitergeführt und endet dort
in einem digitalen Zukunftsraum.

Ludwig Erhard ist im kollektiven Gedächtnis als „Vater der Sozialen Marktwirtschaft
und des deutschen Wirtschaftswunders“ tief verwurzelt.
1897 im fränkischen Fürth geboren,
hat er als Bundeswirtschaftsminister unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung
maßgeblich mitgestaltet.70 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland
ist einer ihrer wesentlichen Gründerväter keineswegs „von gestern“.
Ludwig Erhards Ideen sind zeitlos und bieten prägnante Lösungsansätze
für die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen
unserer Gegenwart und Zukunft.
Er war während der Regierung von Konrad Adenauer (1949-1963)
bereits Wirtschaftsminister.
Maßgeblich für den wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit in Deutschland verantwortlich, indem er die D-Mark einführte und im Jahr 1948 („Währungsreform“)
ein Wirtschaftsmodell schuf,
das freie Marktwirtschaft mit sozialer Absicherung verband,
um „Wohlstand für alle“ zu erreichen.

„Es ist und bleibt der letzte Zweck jeder Wirtschaft,
die Menschen aus materieller Not und Enge zu befreien.“

„Der Wohlfahrtsstaat gibt Sicherheit, aber er macht satt und träge.
Er verlockt zu sitzen und auf das neue Wunder zu warten,
anstatt selbst anzupacken…“
(Ludwig Erhard)

Obwohl er als Kanzler als eher glücklos galt,
gilt er als einer der wichtigsten Architekten des modernen Deutschlands.

„Die Hoffnung auf die Rückkehr der guten alten Zeiten verschwindet nie.
Manchmal kehren sie tatsächlich zurück –
doch dann sind wir so sehr auf die guten alten Zeiten fixiert,
dass wir die guten Zeiten der Gegenwart nicht mehr wahrnehmen.“
(Shon Mehta) Das unerforschte Denken