Wir stricken unser Leben täglich
ein Stück weiter.

Die einen
stricken liebevoll und sorgsam,
andere wiederum mühevoll und ungern.
Oft ist das komplizierte Muster vorgegeben
und muss mit viel Konzentration bewältigt werden.
Manche Strecken werden mühelos und freudig geschafft.
Freundliche Farben, auch bunt gemischt wechseln mit grau ab.
Auch die Qualität wechselt: mal weich und flauschig, mal hart und kratzig.
Es kommt auch vor, dass Maschen von der Nadel fallen, manchmal auch aus Versehen.
Dann entstehen plötzlich Löcher,
und das Muster wird unvollständig.
Es kann auch sein, dass der Faden reißt
und neu angesetzt werden muss.
Wir kennen das: neu anfangen.
Es kann auch vorkommen,
dass wir das Strickzeug
in die Ecke werfen,
um es dann doch wieder hervorzuholen.
Es wird für uns Menschen immer ein Geheimnis bleiben,
wie viel Lebensfaden uns noch zu verstricken bleibt.
Wir haben die Nadeln in unserer Hand.
Technik, Muster sowie Werkzeug
können wir mitunter
wechseln.

„Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben.“
Dieser bekannte Spruch von Søren Kierkegaard verdeutlicht,
dass wir Ereignisse oft erst im Nachhinein begreifen,
aber unser Handeln und unsere Entscheidungen die Zukunft formen.

Trotz der Fehler und Schwierigkeiten ist jedes Lebenswerk, wie ein Strickwerk,
einzigartig und wertvoll. ❤️🕊