endlich Frühling ☀

Schmetterlinge im Bauch
und auf den Blumen.
Sonne auf der Haut
und im Herzen.

Wenn es Frühling wird,
blühen nicht nur Pflanzen auf,
sondern auch wir Menschen.

sprichst DU vegan?

Veganer Verwirrung.hanne Vegan leben ist in!
Doch kann man wirklich konsequent sein?
Klar, im Kühlschrank steht nur noch Grünfutter,
Ledertaschen und Wollpullover sind längst ausgemustert –
aber wie sieht’s mit der Sprache aus?
„Ich hab’ einen Bärenhunger,
lass uns doch einen von diesen sauguten Tofu-Bratlingen essen bei dieser Bullenhitze.“
Da lachen ja die Hühner!
Wer sprachlich aufs richtige Pferd setzen und sich nicht zum Affen machen will, muss sein Vokabular ausmisten,
da beißt die Maus keinen Faden ab!
Vollblut-Veganer, die kein Blatt vor den Mund nehmen wollen,
sollten sich deshalb etwas einfallen lassen.
Wer Schmetterlinge im Bauch hat, wird für
„mein Häschen, Mäuschen, Täubchen“
mit blühender Fantasie sicher eine pflanzliche Lösung finden.
Doch manche Begriffe sind leider alternativlos.
Deshalb verzichten wahre Tierfreunde ab sofort auf feucht-fröhliche Feierlichkeiten.
Nicht nur das Sau-Rauslassen, auch der Kater am Morgen danach sind nämlich ab sofort tabu!
Zum Mäusemelken findet das
ein fränkisches Fleischpflanzerl.  😉

Freunde

Freunde sind Menschen die bleiben....

Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. freunde
Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt,
befragen sie euch nie über das Wesentliche.
Sie fragen euch nie:
Wie ist der Klang seiner Stimme?
Welche Spiele liebt er am meisten?
Sammelt er Schmetterlinge?
Sie fragen euch:
Wie alt ist er?
Wie viele Brüder hat er?
Wie viel wiegt er?
Wie viel verdient sein Vater?
Dann erst glauben sie ihn zu kennen.

Antoine de Saint-Exupéry (Zitat aus „Der kleine Prinz“)

Freundschaftblüte

der Traum

auf der suche nach meinen träumen.jpgIch schlief
Da hatt‘ ich einen Traum.

Mein Ich verließ den Seelenraum.
Frei vom gemeinen Tagesleben,
Vermocht ich leicht dahinzuschweben.
So, angenehm mich fortbewegend,
Erreicht ich eine schöne Gegend.

Wohin ich schwebte, wuchs empor
Alsbald ein bunter Blumenflor,
Und lustig schwärmten um die Dolden
Viel tausend Falter, rot und golden.

Ganz nah auf einem Lilienstengel,
Einsam und sinnend, saß ein Engel,
Und weil das Land mir unbekannt,
Fragt ich: Wie nennt sich dieses Land?

Hier, sprach er, ändern sich die Dinge.
Du bist im Reich der Schmetterlinge.
Ich aber, wohlgemut und heiter,
Zog achtlos meines Weges weiter.

Da kam, wie ich so weiter glitt,
Ein Frauenbild und schwebte mit
Als ein willkommenes Geleite,
Anmutig lächelnd mir zur Seite,
Und um sie nie mehr loszulassen,
Dacht ich die Holde zu umfassen;
Doch eh ich Zeit dazu gefunden,
Schlüpft sie hinweg und ist verschwunden.

Mir war so schwül.
Ich musste trinken.

Nicht fern sah ich ein Bächlein blinken.

Ich bückte mich hinab zum Wasser.
Gleich fasst ein Arm, ein kalter, blasser,
Vom Grund herauf mich beim Genick.
Zwar zog ich eilig mich zurück,
Allein der Hals war steif und krumm,
Nur mühsam dreht ich ihn herum,
Und ach, wie war es rings umher
Auf einmal traurig, öd und leer.

Von Schmetterlingen nichts zu sehn,
Die Blumen, eben noch so schön,
Sämtlich verdorrt, zerknickt, verkrumpelt.
So bin ich seufzend fortgehumpelt,
Denn mit dem Fliegen, leicht und frei,
War es nun leider auch vorbei.

Urplötzlich springt aus einem Graben,
Begleitet vom Geschrei der Raben,
Mir eine Hexe auf den Nacken
Und spornt mich an mit ihren Hacken
Und macht sich schwer wie Bleigewichte
Und drückt und zwickt mich fast zunichte,
Bis dass ich matt und lendenlahm
Zu einem finstern Walde kam.

Ein Jägersmann, dürr von Gestalt,
Trat vor und rief ein dumpfes Halt.
Schon liegt ein Pfeil auf seinem Bogen,
Schon ist die Sehne straff gezogen.

Jetzt trifft er dich ins Herz, so dacht ich,
Und von dem Todesschreck erwacht ich
Und sprang vom Lager ungesäumt,
Sonst hätt‘ ich wohl noch mehr geträumt.

° Wilhelm Busch °