traurige Erkenntnis

… bei einem sehr schönen Herbstspaziergang am Wochenende
Ich wollt dich längst schon wieder sehen
mein alter Freund aus Kindertagen
Ich hatte manches dir zu sagen
und wusste du wirst mich verstehen
Als kleines Mädchen kam ich schon
zu dir mit all den Kindersorgen
ich fühlte mich bei dir geborgen
und aller Kummer flog davon
Hab ich in deinem Arm geweint
strichst du mir mit deinen Blättern
mir übers Haar mein alter Freund

Refrain:
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot

Du fielst heut früh ich kam zu spät
du wirst dich nie im Wind mehr wiegen
du musst gefällt am Wegrand liegen
und manche der vorübergeht
der achtet nicht den Rest von Leben
und reist an deinen grünen Zweigen
die sterbend sich zur Erde neigen
wer wird mir nun die Ruhe geben
die ich in deinem Schatten fand
mein bester Freund ist mir verloren
der mit der Kindheit mich verband

Refrain
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot

Bald wüchst ein Haus aus Glas und Steinen
dort wo man ihn hat abgeschlagen
bald werden graue Mauern ragen
dort wo er liegt im Sonnenschein
Vielleicht wird es ein Wunder geben
ich werde heimlich darauf warten
vielleicht blüht vor dem Haus ein Garten
und er erwacht zu neuem Leben
Doch ist er dann noch schwach und klein
und wenn auch viele Jahren gehen
er wird nie mehr der selbe sein…

Refrain
Mein Freund der Baum ist tot
Er fiel im frühen Morgenrot.
(Musik/Text: Alexandra)

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Wespenplage

Die Wespe

Originalbilder von gestern… nur an verschiedenen Tischen 😉

Ich mag ja wirklich jedes Tier, außer vielleicht dieses hier.
Dieses Brummen, das Gesurre macht mich irre, macht mir kirre.
Flirrig fliegt der Wesp umher, man weiß gar nicht, was will denn der.
So schnell kann doch keiner gucken, wie die hin und weg sich ducken.
Dieses Zucken, dieses Rucken macht, dass mir die Finger jucken.
Mir macht nur die Wespe Spaß, die man fängt in einem Glas.

Ob das an den Farben liegt? Ich mag das Tier nicht, das da fliegt.
Nein, ich mag die Wespe nicht. Die Wespe sticht, die Wespe sticht!

Ach die Wespen, ach die Wespen, woll’n uns testen, woll’n uns testen.
Hetzen uns durchs Eiscafé, ach ihr Stich tut wirklich weh.
Was macht die Wespe in der Frühe, macht es was wenn man sie schlüge?
Ach, ich mag die Wespe nicht, ich glaub das Tier ist nicht ganz dicht.
Bleiben sie im Honig kleben, ham‘ sie nicht mehr lang‘ zu leben;
Klebt sie in der Marmelade schlägt sie Flügel: Jammerschade!

Ob das an den Farben liegt? Ich mag das Tier nicht, das da fliegt.
Nein, ich mag die Wespe nicht. Die Wespe sticht, die Wespe sticht!

Lass meine Becher online schicken, will dann unsere Cola trinken.
Pinkelt in den Obstsalat, geht dann wenn der Ober naht.
Will nur essen und nicht zahlen, wäscht den Teller, nicht den Kahlen.
Und wenn sie dann nach Hause fliegt, nimmt sie mehr mit als sie wiegt.
Wenn sie sich am Brot verheben, musst du ihnen nichts vergeben.
Sitz‘ daneben, freu‘ dich stille, es ist der Wespe eigener Wille.
Fliegen sie dir in die Tasse? Könnt’s sie retten – nö ach‘ lasse!
Komm schon, sag’s ihr ins Gesicht: „Nein, ich mag dich Wespe nicht!“

Ob das an den Farben liegt? Ich mag das Tier nicht, das da fliegt.
Nein, ich mag die Wespe nicht. Die Wespe sticht, die Wespe sticht
Nein, ich mag die Wespe nicht. Ich mag das Tier nicht, das da fliegt

Nein, ich mag die Wespe nicht!

Interpret: Wir sind Helden

jeder jedem jederzeit

…einfach mal so zwischendurch
ein ganz besonders schönes und tiefsinniges Gedicht,
welches mir in einer sehr liebevoll gestalteten Karte zugeschickt wurde 😉


Jeder wünscht sich jeden Morgen
irgend etwas – je nachdem.
Jeder hat seit jeher Sorgen,
jeder jeweils sein Problem.

Jeder jagt nicht jede Beute,
jeder tut nicht jede Pflicht.
Jemand freut sich jetzt und heute.
jemand anders freut sich nicht.

Jemand lebt von seiner Feder,
jemand anders lebt als Dieb.
Jedenfalls hat aber jeder
jeweils irgend jemand lieb.

Jeder Garten ist nicht Eden.
Jedes Glas ist nicht voll Wein.
Jeder aber kann für jeden
jederzeit ein Engel sein.

Ja, je lieber und je länger
jeder jedem jederzeit
jedes Glück wünscht, um so enger
leben wir in Ewigkeit.

(James Krüss)