alles menschlich ;-)

Manchmal – steht man sich nur selbst im Weg
Manchmal- ist es auch für so manches zu spät
manchmal – möchte man einfach ganz laut schreien
manchmal – auch still und in sich selbst gekehrt sein
manchmal – geht man besser auf Distanz im Leben
manchmal – möchte man von sich fast alles geben
manchmal – verliert man mitunter auch sein Ziel
manchmal – vergisst man, was man überhaupt will
manchmal – sagt man zu vieles von sich offen aus
manchmal – macht so mancher auch Böses daraus
manchmal – zieht man sich dann nur noch zurück
manchmal – verlässt man sich auch auf sein Glück
manchmal – genügt für manches ein ganz kleiner Stoß
manchmal – überlegst du, halt ich fest oder lass ich los
manchmal – wird dir plötzlich so manches bewusst
manchmal – ziehst aus manchem du einen Entschluss
manchmal – weiß man nicht, wohin das Leben führt
manchmal – ein Gefühl, das uns innerlich berührt
manchmal – auf der Suche nach sich selbst
manchmal – versperrt man sich selbst
den klaren Blick auf
die Welt.

Und manchmal genügt auch schon eine kleine Ruhepause
im Herzen der Natur
um wieder zu unserer eigenen Mitte zu finden.

Endlich … ❄ツ

ist der Schnee auch in unserer Region angekommen und
nach gefühlter Ewigkeit zuhause genesend warm eingemummelt,
freue ich mich sehr, das herrliche Weiß draußen an der frischen Luft,
auch bei schönen Spaziergängen, genießen zu können. 😀
Es schneit. Nein!
Es ist schon geschnitten, es fällt bloß herunter.
(Volksmund)
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke –
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
die Schritte des Lautesten
in leise?
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! –
Weißeste Feier
der Abgeschiedenheit.
(Francisca Stoecklin)
1894 – 1931, Schweizer Dichterin aus Basel

Kinderaugen …

nicht nur zur Weihnachtszeit
leuchtend und ehrlich
zur Freude bereit.
Kinderaugen sprechen Bände,
nicht schwer, wenn man will –
sie auch gut zu verstehen.
Kinderaugen reinen Herzens,
die Quelle des Lebens,
tief und so klar einzusehen.
Kinderaugen können trennen,
was gut und was böse
aus ungetrübter Sicht.
Kinderaugen sagen die Wahrheit,
denn nichts trübt ihren
noch so klaren Blick.
Bewahre ihnen diese Klarheit
denn dann bewahrst du Kinderglück,
das dir dereinst in spätem Alter,
gibt etwas von vergessener Freude
zurück.
Nimm ein Kind an die Hand
und lass dich führen.
Betrachte die Steine, die es aufhebt
und höre zu, was es dir erzählt.
Zur Belohnung zeigt es dir die Welt,
die du längst vergessen hast.

kleine Nachlese…

von einem interessanten Ausflug zur Burg Harburg in Schwaben,
kurz vor meinem erholsamen Urlaub im Allgäu 😉
Jeder auserlesene Mensch
trachtet instinktiv nach seiner Burg und Heimlichkeit,
wo er von der Menge, den vielen,
den allermeisten erlöst ist,
wo er die Regel „Mensch“ vergessen darf
als deren Ausnahme.
(Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Älter werden

Bedeutet nicht immer auch,
zu wissen was man will.
Man weiß aber zumindest,
was man nicht mehr will…
Manche Augenblicke im Leben
möchte man einfangen,
um sie noch einmal erleben zu können.
Manche Augenblicke im Leben
möchte man vergessen,
aus der Erinnerung streichen.
Manche Augenblicke im Leben
sind so kostbar,
dass sie fest im Herzen verankert sind,
man sie nicht mehr missen möchte.
Die Augenblicke im Leben sind kurz,
aber die Gedanken
halten sie fest.

Wer sind Sie?

Fragt man uns, wer wir sind, erzählen wir meist eine Art Geschichte.
Sie beginnt mit dem Namen, den uns unsere Eltern gegeben haben,
geht weiter über die Ausbildungsstätten, die wir besucht haben,
bis hin zu unseren beruflichen Erfolgen.
So entsteht ein kleiner Lebenslauf.
Der Buddhist sagt:
„Die alten Geschichten können Sie vergessen.
Das sind nicht Sie.
Ich möchte Ihr wirkliches Ich in diesem Augenblick sehen.“
(Alan Watts)

Sein und Schein

Bist du freundlich, hält man dich manchmal für schwach.
Bist du ehrlich, hält man dich manchmal für dumm.
Bist du lieb, hält man dich manchmal für naiv.
Jeder sieht
was du zu sein scheinst,
aber nur wenige fühlen
was du bist.
Mit der Zeit lernst du,
dass manche Menschen zu dir halten,
weil du so bist, wie du bist.
Und andere sich abwenden,
weil du nicht sein willst wie sie.
Manche Menschen bleiben gedanklich bei dir,
auch wenn du sie kaum mehr siehst.
Andere vergessen dich bereits,
noch während du mit ihnen sprichst…