Argumentation ist alles

Morgens früh war der Mann schon mit seinem Boot zum Angeln rausgefahren,
aber kein Fisch biss an.
Er kam zurück, ließ aber für einen späteren Angeltrip alle Ausrüstung im Boot liegen.
Dann nehme ich mal das Boot, dachte sich seine Frau, fahre ein Stück vom Ufer weg und kann dort schön in Ruhe mein Buch lesen.
Sie warf den Anker raus und nahm ihr Buch zur Hand.
Kommt ein Mann der Fischereiaufsicht mit seinem Boot längsseits,
begrüßt sie und fragt, was sie da macht.
„Ich lese ein Buch“, antwortet sie.
„Sie befinden sich aber in einem genehmigungspflichtigen Angelgebiet“,
sagt der Beamte.

„Es tut mir leid,“ sagt sie „Ich angle aber nicht, ich lese!“
Nach einem Blick in ihr Boot sagt er:
„Sie haben aber die vollständige Ausrüstung für’s Angeln dabei
und könnten somit sofort damit beginnen.
Darum muss ich sie mitnehmen und eine Anzeige schreiben.“
„Wenn sie das tun, „sagte die Frau, „zeige ich sie an wegen sexueller
Belästigung!“
„Aber ich habe sie doch noch nicht mal berührt“, entrüstete sich der Beamte.
„Das ist wahr“, sagte die Frau.
„Aber sie haben die vollständige Ausrüstung dafür dabei
und könnten somit sofort damit beginnen!“
„Ich wünsche Ihnen einen guten Tag,“
sagte der Beamte und verließ sie.

Die Moral von der Geschichte: streite nicht mit Frauen rum, die lesen.

Möglich wäre, dass die auch denken können.

die Vorstellung

bestimmt unser Verhalten 😉
Sie stänkerte. Dennoch habe ich sie –
Weil sie käuflich war – gekauft.
Und habe, vielleicht aus Ironie,
Sie „Mucker“ getauft.

Ich riss ihr gierig mit rauher Hand
Die einzelnen Kleider herunter,
Zunächst ein leichtes Flittergewand,
Dann anderen, gröberen Plunder.

Und Rock und Röckchen nach Röckchen fiel
Herab. Ich riss und zerfetzte
Mit Wollust. Ich wollte – das war mein Ziel –
Das Nackte, das Wahre, das Letzte.

Doch immer, wenn ich das rosige Glück
Der Nacktheit zu schauen vermeinte,
Kam wieder noch irgend ein Kleidungsstück.
Ich wütete weiter, ich weinte.

Doch als ich sie völlig enthemdet
Hatte, blieb nichts, restlos nichts.
Und in dieses Nichts bohrt befremdet
Der Stachel meines Gedichts.

Jedoch erübrigt sich jede Kritik,
jeder Kommentar,
Weil die, von der ich hier rede,
Eine Zwiebel war.
(„Lustmord“ von Joachim Ringelnatz)

ohne Humor

hat man im ernsthaften Spiel des Lebens
die schlechteren Karten und …
auch die Vorstellung bestimmt das Verhalten. 😉
Eine Grundschullehrerin geht zu ihrem Rektor und beschwert sich:
„Mit dem kleinen Uwe aus der ersten Klasse ist es kaum auszuhalten!
Der weiß immer alles besser!

Er sagt, er ist mindestens so schlau wie seine Schwester,
und die ist schon in der dritten Klasse.

Und jetzt will er auch in die dritte Klasse gehen!“
Der Rektor:
„Beruhigen Sie sich. Wenn er wirklich so schlau ist, können wir ihn ja einfach mal testen.“
Gesagt, getan, und am nächsten Tag steht der kleine Uwe zusammen mit seiner Lehrerin vor dem Rektor.
„Uwe ,“ sagt der Direktor, „es gibt zwei Möglichkeiten. Wir stellen dir jetzt ein paar Fragen. Wenn du die richtig beantwortest, kannst du ab heute in die dritte Klasse gehen.
Wenn du aber falsch antwortest,
gehst du zurück in die erste Klasse und benimmst dich!!“

Uwe nickt eifrig.
Rektor: „Wie viel ist 6 mal 6?“ Uwe: „36.“
Rektor: „Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland?“
Uwe: „Berlin.“Undsoweiter, der Rektor stellt seine Fragen und Uwe kann alles richtig beantworten. Rektor zur Lehrerin:
„Ich glaube, Uwe ist wirklich weit genug für die dritte Klasse.“

Lehrerin: „Darf ich ihm auch ein paar Fragen stellen?“
Rektor: „Bitte schön.“

Lehrerin: „Uwe, wovon habe ich zwei, eine Kuh aber vier?“
Uwe, nach kurzem Überlegen: „Beine.“

Lehrerin: „Was hast du in deiner Hose, ich aber nicht?“
Der Rektor wundert sich etwas über diese Frage, aber da antwortet Uwe schon: „Taschen.“

Lehrerin: „Was macht ein Mann im Stehen, eine Frau im Sitzen und ein Hund auf drei Beinen?“
Dem Rektor steht der Mund offen, doch Uwe nickt und sagt:
„Die Hand geben.“

Lehrerin: „Was ist hart und rosa, wenn es reingeht, aber weich und klebrig, wenn es rauskommt?“
Der Rektor bekommt einen Hustenanfall, und danach antwortet Uwe gelassen: „Kaugummi.“

Lehrerin: „Wo haben die Frauen die krausesten Haare?“
Der Rektor sinkt in seinem Stuhl zusammen, aber Uwe antwortet ganz spontan:
„In Afrika!“

Lehrerin: „Wohin greifen die Frauen am liebsten bei einem Mann?“
Dem Rektor wird ganz schwarz vor Augen, und Uwe sagt: „Zur Brieftasche.“

Lehrerin: „Gut, Uwe, eine Frage noch: Sag mir ein Wort, das mit F anfängt, mit N aufhört und etwas mit Hitze und Aufregung zu tun hat!“
Dem Rektor stehen die Tränen in den Augen. Uwe überlegt einen Moment und antwortet dann freudig:
„Feuerwehrmann!“

Rektor: „Schon gut, schon gut. Von mir aus kann Uwe auch in die vierte Klasse gehen oder gleich aufs Gymnasium.
Ich hätte die letzten sieben Fragen falsch beantwortet …“

Miteinander ღ

Entscheidend im Leben und auch für die Zukunft ist,
wie wir menschlich miteinander umgehen.
Es war nur ein sonniges Lächeln.
Es war nur ein freundliches Wort.
Doch scheuchte es lastende Wolken
und schwere Gedanken fort.

Es war nur ein warmes Grüßen,
der tröstende Druck einer Hand.
Doch schien’s wie die leuchtende Brücke,
die Himmel und Erde verband.

Ein Lächeln kann Schmerzen lindern.
Ein Wort kann von Sorgen befrei’n,
ein Händedruck Sünde verhindern
und Liebe und Glauben erneur’n.

Es kostet dich wenig, zu geben;
Wort, Lächeln und helfende Hand.
doch arm und kalt ist das Leben,
wenn keiner solch Trösten empfand…
(Monika Hunnius)

das Schicksal

geht mit uns wie mit Pflanzen um:
es macht uns durch kurze Fröste reifer.
(Jean Paul)
Das größte Lebenshindernis ist die Erwartung:
Abhängig vom Morgen, verliert sie das Heute.
Über das, was in der Hand des Schicksals liegt, verfügst du,
doch das, was in deiner Hand liegt,
lässt du dir entgehen.
Wonach hältst du Ausschau?
Wonach streckst du dich?
Alles Künftige ist ungewiss:
… Lebe jetzt gleich …
(Seneca)

Diesen bereits gestern veröffentlichten Beitrag musste ich leider wieder löschen und neu einsetzen, weil er laut Hinweis wieder nicht im Reader angezeigt wurde.

einfach mal so …

ganz nach Loriot (◔‿◔)
Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot,
war einer der größten deutschen Humoristen.
Mit seinen lustigen Zeichnungen, Geschichten und Filmen
begeisterte er ganz Deutschland.
Nahm heute, von einem netten Blogger vor einiger Zeit inspiriert, wieder einmal mein so schönes altes Buch „Loriots Heile Welt“ von 1973 zur Hand.
Hier mal einige seiner schönen, humorvollen Zeichnungen daraus für euch.

Am besten die Collagen vergrößern, um den Text besser lesen zu können.

Loriot widmete sich in seinen Zeichnungen den Menschen und ihren Beziehungen zueinander. Seine Zeichnungen zeigen meist alltägliche Situationen im Familien- oder Arbeitsleben, stets versehen mit kurzen Sätzen wie „Bitte sagen Sie jetzt nichts.“, „Früher war mehr Lametta!“ oder „Das Bild hängt schief“. Damit ließ er dem Leser viel Platz für Interpretationen, es kann also jeder selbst entscheiden, wie er die Aussage des Bildes deutet.

Text Quelle: geo.de GEOLINO>MENSCH

träum mich weg

… in mein Traumland


Leiser Wind,
samtig zart wie Rosenblätter
und von sanfter Hand geführt
streichelt tief bis in die Seele
wo die Phantasie regiert.

Verführt zum Träumen in ein fernes Land
wo die Sonne strahlend schön
glitzernd funkelt
und die Blumen nie vergehen.

Wo dich sanfte Wellen wiegen
in den Schlaf ganz leis und sacht
wo Verliebte sich umarmen
und von Gottes Hand bewacht.

Da wo Sterne immer leuchten
klar und auch zum Greifen nah
der Mond glänzt in einem Lichte
hell wie kein Mensch ihn jemals sah.

Dort sind alle Dinge wunderbar
wie Träume ineinander übergehen
dieses Land ist in dir selbst
schließ die Augen du wirst es sehen.
(Verfasser unbekannt)

Kinderaugen …

nicht nur zur Weihnachtszeit
leuchtend und ehrlich
zur Freude bereit.
Kinderaugen sprechen Bände,
nicht schwer, wenn man will –
sie auch gut zu verstehen.
Kinderaugen reinen Herzens,
die Quelle des Lebens,
tief und so klar einzusehen.
Kinderaugen können trennen,
was gut und was böse
aus ungetrübter Sicht.
Kinderaugen sagen die Wahrheit,
denn nichts trübt ihren
noch so klaren Blick.
Bewahre ihnen diese Klarheit
denn dann bewahrst du Kinderglück,
das dir dereinst in spätem Alter,
gibt etwas von vergessener Freude
zurück.
Nimm ein Kind an die Hand
und lass dich führen.
Betrachte die Steine, die es aufhebt
und höre zu, was es dir erzählt.
Zur Belohnung zeigt es dir die Welt,
die du längst vergessen hast.

altes Rezept …

für einen ganz besonderen Weihnachtskuchen 😀
Man nehme:

1 Tasse Wasser
1 Tasse Zucker
1 Tasse braunen Zucker
4 große Eier
2 Tassen getrocknete Früchte
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Salz
1 Hand voll Nüsse
1 Zitrone
1 Liter Whiskey

Zubereitung:
Zunächst kosten Sie den Whiskey und überprüfen so seine Qualität.
Nehmen Sie dann eine große Rührschüssel zur Hand.

Währenddessen probieren Sie nochmals den Whiskey und überzeugen sich davon, dass er wirklich von bester Qualität ist. Gießen sie dazu eine Tasse randvoll und trinken Sie diese aus.

Wiederholen Sie diesen Vorgang.

Schalten Sie den Mixer an und schlagen Sie in der Rührschüssel die Butter flaumig weich.
Fügen Sie einen Löffel voll Zucker hinzu.
Überprüfen Sie, ob der Whiskey noch in Ordnung ist. Probieren Sie dazu nochmals eine Tasse voll.
Mixen Sie den Schalter aus!
Brechen Sie 2 Eier aus und zwar in die Schüssel.
Haun sie die schrumpligen Früchtchen mit rein.
Malten Sie den Schixer an.
Wenn das blöde Obst im Trixer stecken bleibt, lösen’s des mit ’nem Traubenschier.
Überprüfen Sie den Whiskey auf seine Konsissstenzzzz…

Jetzt schmeißen Sie die Zitrone in den Hixer und drücken ihre Nüsse aus.
Fügen Sie eine Tasse hinzu.
Zucker, alles.
Was auch immer…

Fetten Sie den Ofen ein.
Drehen Sie ihn um 350 Grad.
Schlagen Sie auf den Mixer, bis er ausgeht.
Werfen Sie die Rührschüssel aus dem Fenster und überprüfen Sie den Geschmack des übrigen, abgestandenen Whiskeys.

Gehen Sie ins Bett und pfeifen Sie auf den Kuchen… ziehen Sie sich prophylaktisch 3 Aspirin rein…und habt noch eine schöne, fröhliche, hoffentlich auch gesunde letzte Adventswoche ☆ ❤ ☆

unser Leben

Wir
stricken
unser Leben
täglich ein Stück weiter.
Die einen
stricken liebevoll und sorgsam,
andere wiederum mühevoll und ungern.
Oft ist das komplizierte Muster vorgegeben
und muss mit viel Konzentration bewältigt werden.
Manche Strecken werden mühelos und freudig geschafft.
Freundliche Farben, auch bunt gemischt wechseln mit grau ab.
Auch die Qualität wechselt: mal weich und flauschig, mal hart und kratzig.
Es kommt auch vor, dass Maschen von der Nadel fallen, manchmal auch aus Versehen.
Dann entstehen plötzlich Löcher,
und das Muster wird unvollständig.
Es kann auch sein, dass der Faden reißt
und neu angesetzt werden muss.
Wir kennen das: neu anfangen.
Es kann auch vorkommen,
dass wir das Strickzeug
in die Ecke werfen,
um es dann doch wieder hervorzuholen.
Es wird für uns Menschen immer ein Geheimnis bleiben,
wie viel Lebensfaden uns noch zu verstricken bleibt.
Wir haben die Nadeln in unserer Hand.
Technik, Muster und Werkzeug
können wir wechseln.